Die Kriminalpolizei hat die Suche in zwei Waldgebieten im westlichen Havelland erneut aufgenommen. Die Ermittler gehen von Gewaltverbrechen aus und durchkämmten nahe Rhinow und Gülpe mehrere Flächen, die ihnen aus den Ermittlungen als mögliche Anlaufpunkte bekannt sind.
Bei der Suche kamen auch Leichenspürhunde zum Einsatz, außerdem suchten die Beamten unter anderem nach einer Bluetooth-Musikbox und einem Metalldetektor. Nach Angaben der Polizei waren die Hunde im Einsatz. Die Hinweise auf die Waldgebiete gelten den Ermittlern als wichtig, weil sie einen möglichen Zusammenhang zwischen zwei Tötungsdelikten prüfen, die sich bislang als Vermisstenfälle darstellen.
Im Zentrum steht ein 46 Jahre alter Mann aus Rhinow, der seit dem 15. März 2024 verschwunden ist. Ein zweiter Mann aus Rathenow verschwand im April 2024 im Alter von 24 Jahren. Die Polizei hatte schon zuvor intensiv mit Tauchern und Spürhunden nach dem Vermissten aus Rhinow gesucht; im vergangenen Jahr griff auch die ZDF-Sendung Aktenzeichen XY… ungelöst den Fall auf. Dass die Ermittler nun nach rund zwei Jahren erneut gezielt in denselben Waldgebieten suchen, zeigt, dass sie die Spur nicht aufgegeben haben.
Die Fälle stehen damit weiter im Verdacht, miteinander verbunden zu sein. Für die Kriminalpolizei ist das wichtigste offene Thema nun, ob die erneute Suche in den Wäldern bei Rhinow und Gülpe Spuren liefert, die beide Vermisstenfälle in einem Ermittlungsstrang zusammenführen.

