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Scherer Péter ist tot: Virrasztung für den Jászai-Preisträger

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ist am Montagvormittag, 19. Mai, gestorben. Die Nachricht über den Tod des 64-jährigen Jászai-Mari-Preisträgers machte die Nézőművészeti Kft. mit einem Facebook-Post öffentlich.

Für den Schauspieler soll am Dienstag um 21 Uhr eine Virrasztung stattfinden. Scherer Péter war am 16. November 1961 in Ajka geboren worden und legte in Szombathely das Abitur ab, bevor er bis 1987 an der Budapester Technischen Universität studierte und ein Architekturstudium mit Diplom abschloss.

Dass er später auf die Bühne wechselte, galt lange als die eigentliche Wendung seines Lebens. Der Arvisura Színházi Társulat innerhalb des zog ihn ins Theater, danach gehörte er auch zum Bárka Színház und zum Krétakör. Auf seiner Laufbahn standen mehr als siebzig Theaterpremieren, und er arbeitete nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Regisseur, Theaterleiter, Lehrer, Autor und Dramaturg.

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Für Scherer Péter war das Theater nie nur Beruf, sondern auch Haltung. Er sagte einmal: „Apám mindig azt mondta, amit , hogy óvakodj a humortalan emberektől, mert akinek nincs humora, az bánt. A humor szerintem leginkább túlélés. A humorban nem ismerek tréfát – tehát én Karinthyval mindenben egyetértek“. Als er 2020 die Karinthy-Ring-Auszeichnung erhielt, brachte er es auch so auf den Punkt: „a mérnökök között az egyik legjobb színész vagyok“.

Prägend wurde für ihn das von inszenierte Szentivánéji álom. Dort spielte er 1994 an der Seite von zum ersten Mal eine Kapa–Pepe-Rolle, zwei alternative Handwerkerfiguren, die später in mehreren Filmen von fortlebten. Scherer Péter sagte 2019, er habe nichts dagegen, wenn man ihn mit Kapa und Pepe identifiziere. Gerade dieses Doppel machte ihn für viele Zuschauer zum unverwechselbaren Gesicht des ungarischen Theaters und Films.

Ein breites Publikum kannte ihn auch aus Fernsehserien wie Válótársak und Apatigris. Im Kino war er in Kontroll, Made in Hungária und Papírkutyák zu sehen, außerdem lieh er seine Stimme unter anderem Borat, Alan Garner in Másnaposok, Blöff und A galaxis őrzői. Mit seinem Tod verliert die ungarische Kultur eine Figur, die Komik, Maß und Spielfreude über Jahrzehnte zusammenhielt.

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