Chelsea hat Xabi Alonso am Morgen nach dem FA-Cup-Finale offiziell als neuen Trainer vorgestellt. Die Einigung auf den Transfer stand schon kurz nach dem Abpfiff in Wembley fest, und Alonso unterschrieb einen Vierjahresvertrag.
Der Schritt beendet eine Suche, die nach dem Abgang von Liam Rosenior im vergangenen Monat begonnen hatte. Schon am 22. April hatte Chelsea erklärt, man werde einen Prozess der Selbstreflexion durchlaufen, um die richtige langfristige Entscheidung zu treffen, und in den Tagen danach führten Führungskräfte nach Angaben aus dem Klub ehrliche Gespräche über die Lehren aus der Saison. In den vergangenen drei Wochen wurde die Suche beschleunigt, mehrere Kandidaten wurden geprüft, und am Samstag in Wembley hatte sich Alonso vor dem Finale gegen Manchester City als führende Option herauskristallisiert.
Chelsea begründete die Verpflichtung mit dem Glauben an Alonsos breite Erfahrung, seine Trainerqualität und sein Spielmodell sowie an seine Führungsstärke, seinen Charakter und seine Integrität. Alonso selbst sagte, Chelsea sei einer der größten Klubs im Weltfußball, und es erfülle ihn mit immensem Stolz, Trainer dieses großen Vereins zu werden.
Die Nachricht fällt in eine Phase, in der Chelsea unter BlueCo erneut auf Kontinuitätssuche ist. In vier Jahren hat die Eigentümergruppe vier feste Cheftrainer eingestellt und wieder verabschiedet, und die vierte Saison der Ära drohte ohne Champions-League-Qualifikation und ohne Titel zu enden. Auch das Finale selbst unterstrich den Druck: Calum McFarlane setzte gegen Manchester City auf ein 3-4-2-1-System, doch Chelsea stand am Ende nach der siebten Niederlage in einem nationalen Pokalfinale in Serie ohne Trophäe da.
Dass The Athletic die Einigung noch vor der offiziellen Mitteilung publik machte, änderte nichts am Kern der Nachricht: Chelsea hat sich für einen Trainer entschieden, der sofort Glaubwürdigkeit bringt und zugleich den Anspruch, nach Jahren der Bewegung endlich Ruhe an die Seitenlinie zu bringen. Ob der Club diese Ruhe diesmal länger halten kann, wird zur eigentlichen Prüfung hinter dem Transfer.

