Borussia Dortmund hat am Montagmorgen die Trennung von sechs Spielern bekanntgegeben. Leroy Kwadwo, Patrick Göbel, Jonas Feddersen, Prince Aning, Nick Cherny und Babis Drakas werden den Klub verlassen, nachdem ihre Verträge jeweils zum 30. Juni ausliefen und nicht verlängert wurden.
Auch im Trainerteam gibt es einen Abgang: Marcel Schmelzer verlässt die Borussia-Dortmund-Betreuung auf eigenen Wunsch, zuletzt arbeitete der 38-Jährige als Assistenztrainer. Zudem sucht Physiotherapeut Daniel Zolinski eine neue Aufgabe außerhalb des Klubs.
Die Personalentscheidungen kommen direkt nach dem Ende der Saison 2025/2026, die für Borussia Dortmunds Männerteams offiziell beendet ist. Besonders betroffen ist die U23, die als Absteiger aus der 3. Liga in der Regionalliga West antrat und die Spielzeit auf dem fünften Platz abschloss.
Zum Abschluss unterlag die Mannschaft am Samstag bei SC Wiedenbrück mit 0:2. Es war das vierte Spiel in Serie ohne echten Aufschwung; aus den letzten vier Partien holte das Team nur zwei Punkte und rutschte in der Abschlusstabelle noch auf Rang fünf ab.
Trainer Daniel Rios fand nach dem Schlusspfiff klare Worte. Seine Mannschaft habe sich zu wenige Torchancen herausgespielt, um in Wiedenbrück etwas mitzunehmen, sagte er sinngemäß. In den entscheidenden Defensivmomenten sei nicht sauber genug gearbeitet worden, und im Ballbesitz habe das Spiel zu langsam gewirkt. Deshalb sei der Sieg des Gegners verdient gewesen.
Für Dortmund ist der Umbau damit aber erst am Anfang. Der Klub hat mit Nanitonda Quiala bereits einen externen Neuzugang für die kommende Spielzeit bestätigt, der ablösefrei von Hertha Zehlendorf kommt. Dazu rücken Keeper Aaron Held und Angreifer Taycan Etcibasi aus der U19 hoch. Nach dem Saisonende ist damit sichtbar, wie der Verein die nächste Gruppe für die U23 zusammenstellt.
Die Botschaft des Tages ist dennoch eine andere: Dortmund sortiert weiter aus, bevor der nächste Kader wirklich steht. Dass sich mit Schmelzer eine bekannte Klubfigur auf eigenen Wunsch verabschiedet und zugleich mehrere jüngere Profis ohne neue Perspektive gehen, zeigt, wie deutlich der Schnitt in diesem Sommer ausfällt. Für die Betroffenen endet damit ein Abschnitt, für die U23 beginnt die Suche nach einer neuen Hierarchie.
