Ralf Rangnick hat am Montag Österreichs Kader für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika benannt und dabei 26 Spieler ausgewählt. Mit Sasa Kalajdzic und Torhüter Florian Wiegele stehen zwei Namen im Aufgebot, die den Weg zur Endrunde mitprägen sollen.
Für die Abwehr kamen Leopold Querfeld, Gernot Trauner und Maximilian Wöber nicht in den 26er-Kader. Alle drei stehen ebenso wie Sascha Horvath auf der Nachrückliste. Neben Kalajdzic sind mit Alexander Schlager und Alessandro Schöpf nur zwei weitere Bundesliga-Profis im Aufgebot vertreten.
Die Auswahl kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt, weil Österreich den Kader am 1. Juni offiziell bei der FIFA einreichen muss. Einen Tag zuvor steht in Wien der Test gegen Tunesien an, und am 27. Mai versammelt sich die Mannschaft am Abend in Wien-Aspern. Die erste Trainingseinheit ist für den 28. Mai geplant, nach dem Test bekommen die Spieler noch zwei Tage frei, bevor es am 4. Juni nach Los Angeles geht.
Rangnick vermied es, mehr als 26 Spieler zu nominieren, damit nach einem Mini-Camp und vor der Abreise niemand aus dem Aufgebot gestrichen werden muss. Das passt zu einer Auswahl, die ohne größere Überraschungen auskam und dem Trainer diesmal mehr Tiefe gibt als noch vor der EM 2024, als David Alaba und Xaver Schlager verletzungsbedingt fehlten. Patrick Wimmer und Florian Grillitsch hatten zuletzt zwar wegen Muskelverletzungen ausgesetzt, sollen aber rechtzeitig fit werden.
Das Regelwerk lässt nach der offiziellen Meldung nur noch wenig Spielraum. Verletzte oder erkrankte Spieler können bis 24 Stunden vor Österreichs erstem WM-Spiel am 17. Juni in Santa Clara gegen Jordan ersetzt werden. Danach sind Änderungen nur noch bei Torhütern und nur im Fall von Verletzung oder Krankheit möglich. Für Rangnick zählt deshalb jetzt jeder Trainingstag, jeder Befund und jede Entscheidung bis zum Abflug - und vor allem die Frage, ob der Kader, den er am Montag aufgestellt hat, tatsächlich bis zum ersten Anpfiff hält.

