Lesen: Serpico: Wie Sidney Lumets Polizeithriller Korruption und Einsamkeit zeigt

Serpico: Wie Sidney Lumets Polizeithriller Korruption und Einsamkeit zeigt

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In „“ spielt einen jungen Polizisten, der keine Bestechungsgelder annimmt und dafür von seinen Kollegen an den Rand gedrängt wird. Der Film von zeigt, wie aus beruflicher Integrität schnell soziale Isolation wird.

Serpico wendet sich schließlich über seinen einzigen Freund Bob an die Presse. Bob wird von gespielt. Statt Erleichterung bringt dieser Schritt jedoch noch mehr Feindseligkeit, denn Kollegen und Vorgesetzte reagieren danach offener gegen ihn, während ein Kommissar, der selbst in eine Korruptionsaffäre verstrickt ist, Serpico in die Drogenfahndung versetzt. Für den Polizisten endet auch seine Beziehung zu Laurie, die von gespielt wird.

Gerade diese Härte macht den Reiz des Films aus. „Serpico“ ist nicht als saubere Heldengeschichte angelegt, sondern als dunkler Polizeithriller über ein System, das einen ehrlichen Mann aussortiert, sobald er die Regeln der Korruption nicht mitspielt. Dass der Film auf einem authentischen Fall basiert, gibt den Konflikten zusätzliches Gewicht.

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Für Pacino wurde das zur prägendsten Rolle jener frühen Karrierephase. Er erhielt für seine Darstellung sowohl einen als auch eine . Das passt zu einem Film, der weniger von Handlung als von Haltung lebt: Serpico gewinnt nicht, weil das System sich ändert, sondern weil sein Widerstand als das eigentliche Zentrum der Geschichte stehen bleibt.

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