Sarah Engels hat Deutschland beim Eurovision Song Contest in Wien auf Platz 23 gebracht. Die 33-Jährige trat am Samstagabend in der Wiener Stadthalle mit ihrem Song „Fire“ auf und absolvierte ihren Auftritt kurz nach 21.12 Uhr als zweite Startnummer des Abends.
Engels begann in einem weißen Kleid und braunen Stiefeln, wechselte während des Songs in einen glitzernden Body und sprang von einer zwei Meter hohen Box in die Arme ihrer Tänzer. Für den Auftritt hatte sie im Vorfeld gesagt: „Es sind nur drei Minuten, um das Beste von mir zu zeigen“ und: „Ich bin eine Frau, die sich traut, sich dem Ganzen zu stellen.“
Für Deutschland war der Abend mehr als nur ein weiterer ESC-Auftritt. Ende Februar 2026 war entschieden worden, dass Engels das Land in Wien vertreten würde, und der Druck vor dem Finale galt als groß. Schon ihre Startnummer weckte besondere Aufmerksamkeit: Unter Fans gilt der zweite Auftritt als „Death Spot“, weil in der 70-jährigen Geschichte des Wettbewerbs noch niemand vom zweiten Startplatz aus gewonnen hat.
Gerade deshalb wurde jeder Moment ihres Auftritts sofort online bewertet. Nach dem Auftritt lobte ein Zuschauer sie als „die beste Deutschland-Performance der letzten zehn Jahre“, ein Fan schrieb: „Seit Lena endlich mal wieder eine ebenbürtige und ernst zu nehmende Vertretung für Deutschland!“, und ein Nutzer rief sogar: „Deutschland 12 Punkte!“ Gleichzeitig fiel die Reaktion auf der anderen Seite scharf aus. Ein Nutzer schrieb: „Es tut mir leid, aber Deutschland war stimmlich schlimmer als Zypern“, ein weiterer kommentierte: „Das ist ja eine Vollkatastrophe mit dem Gesang“.
Am Ende stand für Engels Platz 23. Die Mischung aus aufwendiger Choreografie, klarer Inszenierung und heftigen Reaktionen zeigt, wie sehr Deutschland beim ESC weiter zwischen Hoffnung und Ernüchterung schwankt. In Wien reichte der große Einsatz diesmal nicht für ein Ergebnis, das die Erwartungen erfüllt hätte.

