Blake Lively und Justin Baldoni haben ihren Rechtsstreit mit einer außergerichtlichen Einigung beendet. Mit der Vereinbarung werden die zuletzt noch offenen Ansprüche gegen Baldoni, Wayfarer Studios und weitere Beteiligte nicht mehr vor Gericht verfolgt.
Für Lively bleibt der Konflikt damit nicht vollständig abgeschlossen: Nach den vorliegenden Informationen will sie weiter Anwaltskosten und Schadensersatz geltend machen. Der Streit hatte im Dezember 2024 begonnen und sollte am 18. Mai vor Gericht gehen. Bereits zu Monatsbeginn hatten die Anwälte beider Seiten in einer gemeinsamen Erklärung mitgeteilt, dass eine Einigung erzielt worden sei.
Der Fall hatte sich über Monate zu einem der sichtbarsten Prominentenrechtsstreits der Branche entwickelt. Lively hatte Baldoni während der Dreharbeiten zu „Nur noch ein einziges Mal“ sexuelle Belästigung vorgeworfen und ihm nach der Produktion eine gezielte Schmierkampagne vorgehalten. Baldoni wies die Vorwürfe zurück und konterte mit einer Gegenklage über 400 Millionen US-Dollar, die im vergangenen Jahr abgewiesen wurde.
Schon vor der Einigung hatte ein Richter 10 von Livelys 13 Klagepunkten abgewiesen, darunter auch die Vorwürfe der sexuellen Belästigung. Genau darin lag der friktionreiche Kern des Falls: Ein prominenter Streit, der öffentlich als Angriff auf das Verhalten am Set geführt wurde, schrumpfte vor Gericht deutlich zusammen, blieb aber für beide Seiten reputationsschädigend. Brancheninsider sagten, keiner der beiden werde nach der öffentlichen Fehde leicht mit neuen Projekten zu besetzen sein.
Ein ranghoher Studio-Manager brachte die Stimmung in einer drastischen Formulierung auf den Punkt: „Sie sind im Gefängnis. Beide von ihnen.“ Ein Insider sagte mit Blick auf die Folgen für künftige Zusammenarbeit: „Wer möchte mit Menschen arbeiten, die so weit gehen?“ Und ein weiterer Studiovertreter sprach davon, dass Livelys „Marktwert bei drei Millionen Dollar“ liege, nachdem er zuvor bei etwa 12 Millionen Dollar gesehen worden sei. Die Einigung beendet nun den juristischen Teil des Konflikts, aber nicht die Frage, wie schnell beide in der Filmbranche wieder Vertrauen zurückgewinnen können.

