Lesen: Alba Berlin – Rasta: Viertelfinale startet mit 0:0 und altem Druck

Alba Berlin – Rasta: Viertelfinale startet mit 0:0 und altem Druck

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und gehen mit einem 0:0 in ihre Viertelfinalserie, und schon der Start erzählt viel über diese Paarung: Der Zweite trifft auf den Siebten, aber wegen des 2-2-1-Formats stehen zunächst die beiden Heimspiele des Außenseiters an. Für Vechta ist es die Chance, die Serie sofort auf seine Seite zu ziehen. Für Berlin ist es die Pflicht, den ersten Schlag auszuhalten.

Im Mittelpunkt steht dabei , der RASTA Vechta in seinen ersten Meisterschafts-Playoff-Lauf führt. Auf der anderen Bank sitzt , für den dieses Duell mehr ist als ein weiterer Eintrag im Spielplan. 2019 führte er Vechta zu einem 3:1 gegen Bamberg, sein einziger und bisher letzter Playoff-Erfolg als Chefcoach. Seitdem endeten fünf Playoff-Serien in Folge für ihn mit einem Sweep: 2021 mit Hamburg gegen Berlin, 2022 mit Hamburg gegen Bonn und 2023 mit Oldenburg gegen Ludwigsburg.

Dass Calles nun ausgerechnet mit ALBA in eine Serie geht, die für beide Vereine viel über die Saison erzählen kann, macht das Matchup besonders aufgeladen. Er übernahm Berlin im vergangenen März auf Platz zwölf und führte den Klub noch in die Playoffs, ehe dort im Viertelfinale ein 0:3 gegen Ulm folgte. In dieser Spielzeit hielt sich ALBA seit dem 17. Spieltag auf Rang zwei und verteidigte diese Position bis zum Ende der Hauptrunde. Vechta wiederum lag am 21. Spieltag noch drittletzter, bevor die Mannschaft nach der Länderspielpause zu ihrem späten Lauf ansetzte.

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Genau dort liegt der Kontrast dieser Serie. Vechta kam mit einer 10:3-Bilanz aus den letzten 13 Spielen in die K.o.-Runde, Berlin mit 9:4 über denselben Abschnitt. Beide Zahlen klingen stark, aber sie stehen für unterschiedliche Wege: Der eine Klub musste sich erst nach oben arbeiten, der andere hat seine Position über Monate gehalten. Dass Vechta als niedriger gesetztes Team zu Beginn trotzdem zwei Heimspiele bekommt, ist Teil des Formats und kann den Ton der Serie prägen, bevor Berlin überhaupt ein Heimspiel hat.

Für Vechta ist auch der Gegner in der Defensive schwer zu lesen. ist mit 18,2 Punkten pro Partie Zweiter der Liga und führt sie mit 6,5 Assists an. setzte mit 24 Punkten beim Play-in-Sieg am Dienstag gegen ein weiteres Ausrufezeichen. Unter den Körben bringen und Norris Agbakoko mit je 2,18 Metern dieselbe eindrucksvolle Größe mit. Für ein Team wie RASTA, das sich über Tempo und Form nach der Pause in diese Serie gespielt hat, sind solche Einzelprofile mehr als nur Randnotizen.

Hinzu kommt ein kleiner, aber nicht unwichtiger Gedanke: Die beiden Mannschaften haben in der regulären Saison bereits zweimal gegeneinander gespielt, doch der vorliegende Text bricht ab, bevor das Ergebnis genannt wird. Gerade in einer Serie, die mit 0:0 beginnt, bleibt damit ausgerechnet ein Teil der direkten Vorgeschichte offen. Sicher ist nur, dass der erste Akzent in Vechta gesetzt wird und dass Calles erneut eine Playoff-Serie stoppen muss, deren Bilanz ihn seit Jahren verfolgt. Für Berlin geht es um Stabilität. Für Vechta um den Beweis, dass der späte Anlauf nicht nur für die Teilnahme reicht, sondern auch für mehr.

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