Yusuf Demir erlebte gegen Sturm Graz einen Abend, der für Rapid früh vorbei war. Der 22-Jährige sah nach 22 Minuten die Rote Karte, nachdem er den Schuh in Richtung des vierten Offiziellen geworfen hatte.
Für Demir war es das erste Mal in dieser Saison, dass er unter Trainer Johannes Hoff Thorup in der Startelf von Rapid stand. Der Versuch, ihm nach längerer Zeit wieder eine zentrale Rolle zu geben, endete damit abrupt und mit einem Platzverweis, der die Mannschaft sofort aus dem Spiel nahm.
Zur Pause verschärfte Sky-Experte Marc Janko die Kritik deutlich. Er sprach von einer „unglaublich traurigen Situation“ und sagte, sie zeige, dass der Junge in den vergangenen Jahren „eigentlich gar nichts gelernt hat“ über seine Karriere, über das, was möglich wäre, und darüber, wo er derzeit steht. Janko fügte hinzu: „Er nimmt sich selber unglaublich wichtig“ und „Das darf ihm nicht passieren“.
Der Vorfall hat damit nicht nur das Spiel gegen Sturm Graz geprägt, sondern auch die alte Diskussion um Demirs Potenzial und seine Entwicklung neu geöffnet. Dass ausgerechnet dieser Auftritt unter Johannes Hoff Thorup als erstem Startelf-Einsatz der laufenden Saison endete, macht den Abend für Rapid besonders bitter.

