Porsche geht mit 60 Kundenautos in das 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife und damit in ein Feld von rund 160 Rennwagen. Mantheys Nummer 911 steht nach dem letzten Qualifying auf Startplatz acht und ist damit der bestplatzierte 911 GT3 R, wenn das Rennen am Samstag um 15 Uhr Ortszeit beginnt.
Für den Stuttgarter Hersteller stehen an diesem Wochenende insgesamt 13 Porsche im Kampf um den Gesamtsieg der SP9-Klasse, verteilt auf elf verschiedene Klassen. Die Practice-Sessions am Tag zuvor und am Freitag waren von wechselhaften Wetterbedingungen geprägt, und genau diese Unruhe trug schon durch das Qualifying. Vier 911 GT3 R schafften den Sprung aus dem ersten Top-Qualifying-Segment in die nächste Runde der besten 20: die Black Falcon mit der Startnummer 48, der Dinamic GT mit der Nummer 54, der Lionspeed-Porsche mit der Startnummer 24 und Mantheys Grello.
Im Wagen von Manthey übergab Kévin Estre den grün-gelben Porsche an Ayhancan Güven, der sich mit der drittschnellsten Runde für das Einzelzeitfahren der besten zwölf qualifizierte. Thomas Preining brachte das Auto anschließend auf den vierten Startreihenplatz. Maximilian Müller beschrieb das Ergebnis nüchtern: In der Gesamtbetrachtung sei man etwas hinter der Konkurrenz, sagte er sinngemäß, zugleich habe Porsche mit Güvens starkem Umlauf den Sprung ins dritte Top-Qualifying geschafft. Erst nachdem ein Konkurrent verunfallt war, schickte Manthey den Grello mit möglichst wenig Kraftstoff zu einer letzten schnellen Runde auf die Strecke, womit der Einzug in das finale Segment gelang.
Preining sprach von schwierigen Bedingungen, weil Teile der Strecke feucht und ölig gewesen seien. Dennoch habe sich der Porsche gut angefühlt, sagte er, zugleich fehle noch etwas Tempo, besonders in den Abschnitten, in denen Motorleistung zähle. Auch Müller betonte, alle Fahrer hätten ordentlich gearbeitet, es habe keine Zwischenfälle gegeben und kein Auto sei in die Leitplanken geraten. Für das Rennen selbst rechnet das Team mit Chaos, vor allem in der Anfangsphase.
Das passt zur Bühne, auf der Porsche antritt: Der Hersteller verweist mit seinem Aufgebot auf 75 Jahre Motorsportgeschichte und auf das 24-Stunden-Rennen in der Eifel, den Klassiker in der Grünen Hölle. Für Fans gibt es den Nürburgring-Lauf komplett live im frei empfangbaren Sender Nitro sowie per kostenlosem Livestream und Livetiming auf Wenn um 15 Uhr die Ampeln ausgehen, wird sich zeigen, ob die starke Ausgangslage und die breite Besetzung mit 60 Autos auf der Nordschleife reichen, um den ersten chaotischen Stunden zu trotzen.

