Abt hat die Top-Qualifikation beim 24h Nürburgring beherrscht und sich die Startplätze eins und zwei gesichert. Marco Mapelli fuhr im Abt-Lamborghini mit der Nummer 130 in seinem ersten Versuch eine vorläufige Bestzeit von 8:11.668 Minuten, ehe Teamkollege Luca Engstler noch an ihm vorbeiging. Damit stehen beide Abt-Lamborghini in der ersten Startreihe.
Christopher Haase stellte den Scherer-Phx-Audi mit der Nummer 16 auf Platz drei, dahinter folgte Max Verstappen im Winward-Mercedes mit der Startnummer 3 auf Rang vier. Die weiteren Plätze in den ersten zwölf gingen an den Kondo-Ferrari 45, den Konrad-Lamborghini 7, den HRT-Ford 64, den Manthey-Porsche 911 „Grello“, den Rowe-BMW 1, den KCMG-Mercedes 47, den Walkenhorst-Aston-Martin 34 und den HRT-Ford 67. Auf der Strecke wurde es vor der Zeitenjagd nach einem Regenschauer wieder trocken, weil die Sonne herauskam.
Für Porsche setzte Thomas Preining im Manthey-Porsche 911 als Erster zu seiner ersten fliegenden Runde an, doch am Ende blieb für den „Grello“ nur Platz acht. Ein Protest gegen den Konrad-Lamborghini 7 wegen eines Verstoßes gegen die Startprozedur wurde noch untersucht. Für die Zuschauer am Nürburgring begann um 16:00 Uhr zusätzlich ein dreistündiges Rennen der Deutschen Historischen Langstrecken-Meisterschaft, später standen noch eine Falken-Driftshow und ein Pit-Walk mit Autogrammstunde auf dem Programm.
Der Tag war damit sportlich abgeschlossen, auch wenn im Liveticker noch Reaktionen nachliefen. Für Abt war der Erfolg besonders auffällig, weil Martin Tomczyk ihn als Abschiedsvorstellung als Sportdirektor begleitete und den Doppel-Erfolg als Teil einer bewusst kompromisslosen Strategie beschrieb. Zugleich zeigte das Resultat, wie klar Lamborghini diese Top-Qualifikation prägte. Porsche und BMW mussten sich mit den Plätzen acht und neun begnügen, nachdem jeweils nur ein Wagen in TQ3 gekommen war.
Der Kontrast vor dem Rennen ist damit scharf: Abt hat sich mit einer perfekten Ausgangslage an die Spitze gesetzt, doch die Startaufstellung 24h Nürburgring 2026 bleibt nur der Auftakt für ein Langstreckenrennen, in dem auf dem Eifel-Kurs jederzeit alles kippen kann.
