Lesen: Libanon: Maryam Srour kehrt nach Aita al-Schaab zurück und findet Trümmer

Libanon: Maryam Srour kehrt nach Aita al-Schaab zurück und findet Trümmer

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kehrte im Oktober 2025 in ihr Heimatdorf Aita al-Schaab im Süden des Libanon nahe der Grenze zu Israel zurück und fand dort kaum mehr als verbranntes Land. Die Koordinatorin von , die sonst in Flüchtlingslagern in Beirut arbeitet, sagte, sie habe nur verkohlte Stümpfe gesehen; kaum noch ein Baum habe gestanden.

Für Srour war die Rückkehr mehr als ein Besuch. Aita al-Schaab war bereits im Jahr zuvor von allen Bewohnern verlassen worden, nachdem der Ort während der israelischen Angriffe im laufenden Krieg schwer beschädigt worden war. Später sei das Dorf durch großflächige Minen, Explosionen und teils mit Bulldozern weiter zerstört worden. Nach Auswertung von Satellitenbildern berichtete die, dass mehr als 460 Gebäude in Aita al-Schaab zerstört wurden.

Das Dorf liegt in einem Landstrich, der seit Monaten zwischen Angriff und Gegenangriff aufgerieben wird. Nach einem eskalierte der Krieg zwischen Israel und erneut in voller Härte. Israel bombardiert weiter Ziele im Süden, auch in Beirut. In den ersten Märztagen ordnete Israel zudem Evakuierungen an: Zunächst wurde das Gebiet bis zum Litani River, dann bis zum Sahrani River zur Kampfzone erklärt, die sofort verlassen werden müsse. Zu den betroffenen Orten zählten die größeren Städte Tyre und Nabatieh, aus denen die meisten Bewohner flohen.

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Die Lage in Aita al-Schaab zeigt, wie vollständig sich der Krieg in eine Landschaft eingeschrieben hat, die längst entvölkert ist. Erst kamen die Angriffe, dann die Zerstörung mit Sprengungen und Baggern. Was in Srours Dorf übrig blieb, ist kein normales Kriegsbild mehr, sondern ein Ort, an dem selbst die Bäume nicht überlebt haben.

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