Lesen: Ukraine Esc in Wien: Leléka bringt „Ridnym“ ins Finale

Ukraine Esc in Wien: Leléka bringt „Ridnym“ ins Finale

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In Wien treten am 16. Mai 25 Länder im Finale des an, und die Ukraine schickt in diesem Jahr die junge Sängerin mit dem Lied „Ridnym“ ins Rennen. Es ist der fünfte Eurovision Song Contest-Beitrag der Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022.

Leléka sagte, sie sei vor allem dankbar und inspiriert, auch wenn die Nervosität groß sei. „Wir haben so viel Liebe und Mühe in diesen Auftritt gesteckt, und jetzt möchte ich einfach, dass das Publikum den Song wirklich erlebt und sich emotional darauf einlässt“, sagte sie. Für sie sei emotionale Ehrlichkeit das Wichtigste. „Es ist sowohl eine große Ehre als auch eine große Verantwortung“, sagte sie über ihren Auftritt auf der Bühne in Wien.

Die Sängerin hat mehrere Jahre in Deutschland gelebt und gesagt, sie arbeite seit mehr als zehn Jahren in Europa für die ukrainische Kultur. Ihre Projekte Leléka und DONBASGRL seien tief in der ukrainischen Identität verwurzelt. Die ersten Entwürfe für „Ridnym“ entstanden 2022, in einer prägenden Phase ihres Lebens. Damals habe sie ihre emotionale Verfassung in die Musik gelegt. Der Krieg verändere die emotionale Wahrnehmung von allem, sagte Leléka, gebe dem, was sie auf der Bühne tun, aber auch noch mehr Bedeutung.

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Die Ukraine tritt in einer Zeit an, in der der Krieg seit Februar 2022 den Alltag und die kulturelle Selbstbehauptung des Landes prägt. Gerade deshalb bekommt ein ESC-Auftritt mehr Gewicht als bloße Wettbewerbsroutine: Er ist auch ein öffentliches Zeichen dafür, dass ukrainische Kultur weiter präsent bleibt. Leléka fasst diesen Anspruch in einen Satz, der den Abend in Wien trägt: Sie wolle, dass die Menschen ihre eigene innere Stärke spüren und die Realität um sich herum zum Besseren verändern.

Am Ende steht für die Ukraine in Wien nicht nur die Frage nach Punkten, sondern nach Wirkung. Kann „Ridnym“ das Publikum so erreichen, wie Leléka es sich wünscht, wird der Auftritt mehr sein als ein weiterer Wettbewerbsbeitrag der fünften ESC-Teilnahme seit Kriegsbeginn: Er wird zu einem Moment, in dem sich persönliche Ehrlichkeit und nationale Haltung im selben Lied treffen.

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