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Nicole Esc kritisiert den heutigen ESC: „Ich erkenne ihn nicht mehr wieder“

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Sängerin hält vom heutigen nicht viel. Die Gewinnerin von 1982 sagt, es zähle inzwischen vor allem die beste Show und nicht das beste Lied.

„Ich erkenne den ESC nicht mehr wieder“, sagte Nicole. Für sie ist der Wettbewerb heute nicht mehr derselbe, der sie vor mehr als vier Jahrzehnten berühmt machte. 1982 gewann sie den Eurovision Song Contest mit „Ein bißchen Frieden“.

Die Sängerin sagte, sie denke oft an den 24. April 1982. Wenn sie den Song heute bei Konzerten ankündige, gehe ihr der Abend in Harrogate wieder durch den Kopf. „Ich werde ja immer wieder daran erinnert“, sagte sie. „sehe ich mich wieder auf dieser Bühne in Harrogate auf dem Hocker sitzen.“

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Dann kämen all diese Erinnerungen wieder geballt zurück. Genau darin liegt der Kontrast zu ihrem Urteil über den heutigen Wettbewerb: Nicole misst den ESC nicht an der Größe der Show, sondern an dem Lied, das bleibt. Damals war es „Ein bißchen Frieden“, das sie auf die Bühne brachte. Heute vermisst sie genau diesen Maßstab.

Nicole ist damit mehr als nur eine frühere Siegerin, die zurückblickt. Sie spricht aus der Perspektive der Frau, die den ESC 1982 gewann und den Wettbewerb von innen kennt. Ihr Urteil trifft deshalb nicht irgendeinen nostalgischen Ton, sondern eine klare Kritik daran, wohin sich der Abend entwickelt hat.

Für den ESC heißt das: Die Debatte über Inszenierung und musikalische Substanz ist nicht nur eine Frage des Geschmacks. Wenn eine ehemalige Gewinnerin sagt, sie erkenne den Wettbewerb nicht mehr wieder, ist das auch ein Kommentar darüber, wie weit sich der heutige Abend von dem entfernt hat, mit dem Nicole einst gewann.

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