Sarah Engels hat in Wien mit „Fire“ für Deutschland den Abend aufgeladen. Die 33-Jährige stand beim Eurovision Song Contest in Österreich auf der Bühne, während ein schwedischer Act namens Felicia mit Maske für einen mystischen und anonymen Auftritt sorgt.
Zu der deutschen Nummer gab es sofort Reaktionen im Saal, darunter: „Sarah, das war richtig heiß! Engels fackelt die Bühne ab“. Der Satz passt zur Inszenierung, die auf Tempo, Hitze und klare Bilder setzt.
Der Auftritt bekommt zusätzlich Gewicht, weil Felicia trotz eines Kreislaufkollapses bei den Proben laut Organisatoren im Finale auf der Bühne steht. Die 24-Jährige soll weiter in dem bewusst rätselhaften Konzept auftreten, das sie auf Abstand hält und gerade dadurch Aufmerksamkeit bindet. In einem Live-Ticker, der den Abend in Wien begleitet, sind solche Momente der Stoff, aus dem der Wettbewerb seine Schlagzeilen macht.
Hinter dem Spektakel steht ein Wettbewerb, der längst über den Kontinent hinausgeht. Australien nimmt teil, weil SBS seit Jahren offizieller Partner der European Broadcasting Union ist; 2015 war das Land einmal eingeladen und durfte danach bleiben. Sollte Australien gewinnen, dürfte der Contest dennoch wohl in Europa bleiben oder gemeinsam mit einem europäischen Partner organisiert werden.
Auch Finnland mischt ganz vorne mit. Der Beitrag „Liekinheitin“ mit Pete Parkkonen, 36, und Linda Lampenius, 56, gilt bei Buchmachern und Fans als Favorit, auch wegen der klaren musikalischen Wirkung und einer großen Feuershow. Das macht den Wettbewerb in Wien zu einem Abend, an dem nicht nur Stimmen zählen, sondern auch Bilder, Risiko und Timing.
Für Sarah Engels bleibt damit vor allem eines hängen: Ihr deutscher Auftritt war kein Randmoment, sondern einer der Songs, über die in Wien gesprochen wird. Die Frage ist nicht mehr, ob „Fire“ wahrgenommen wurde, sondern ob Deutschland daraus noch mehr Momentum für den weiteren Verlauf des Abends ziehen kann.
Mehr Hintergrund zu ähnlichen Karrieren und Debüts findet sich auch in den Berichten über Cyril Lignac und seine Anfänge, David Puig vor seinem PGA-Championship-Debüt sowie Erling Haaland und seinen Schritt ins Kino.

