Der BMW M3 Touring 24h geht am Samstag von Startplatz 22 in das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Jens Klingmann hatte am Freitag in der ersten Top-Qualifying-Sitzung die elftschnellste Zeit gesetzt, doch für das Schubert-Team reichte es am Ende nur zu einer Position im Mittelfeld des 161 Fahrzeuge starken Starterfelds.
Während Schubert den Touring Car nach dem Qualifying weiter entwickelte und fein abstimmte, lag die Messlatte vorne deutlich höher. Der Scherer-Phx-Audi mit der Startnummer 16 geht von Rang drei los, der Winward-Mercedes mit der Nummer 3 von Rang vier. Der Rowe-BMW mit der Nummer 1 steht als Neunter in der Startaufstellung, der Schubert-BMW mit der Nummer 77 auf Platz 15 und der Rowe-BMW mit der Nummer 99 auf Platz 18. Die Startnummer 146 des WS-Porsche wird das Rennen nicht aufnehmen.
BMW-Motorsportchef Andreas Roos machte aus seiner Enttäuschung nach dem Zeittraining keinen Hehl. Er sei mit dem Ergebnis nicht zufrieden, sagte er. Wenn man die Nummer 1 auf dem Auto habe, sei man nicht happy, wenn man mit drei Sekunden Rückstand auf Rang neun stehe. Roos erinnerte auch daran, dass das Team damals wegen des Kalenders nur ein Vorbereitungsrennen gehabt habe, in diesem Jahr aber mit mehreren Autos bei fast allen Rennen angetreten sei. Mit dieser Vorbereitung, so seine klare Linie, könne man nicht zufrieden sein.
Die Einordnung der Reihenfolge bleibt dennoch schwierig, weil sich das Kräfteverhältnis auf der Nordschleife je nach Wetter und Phase eines 24-Stunden-Rennens schnell verschieben kann. Christopher Haase verwies darauf, dass der Porsche im Regen sehr schnell gewesen sei und bei Mischbedingungen besonders gut funktioniere; in so einer Lage könne der Grello laut Haase allen anderen zehn bis 20 Sekunden geben. Für BMW heißt das vor dem Start am Samstag um 15.00 Uhr: Das Qualifying hat Potenzial gezeigt, aber die Ausgangslage ist hart genug, um das Rennen nicht als reine Jagd auf einzelne Rundenzeiten zu lesen.
Mit 161 Fahrzeugen im Feld und mehreren Favoriten direkt vor oder hinter dem BMW-Paket ist der Samstag für die Marke vor allem ein Test dafür, wie weit die Arbeit der vergangenen Rennwochen trägt. Der Touring kommt nicht als Außenseiter ohne Speed, aber auch nicht als Auto, das sich in der Spitze verstecken kann. Genau darin liegt nun die Aufgabe für die lange Nacht auf dem Nürburgring.

