Manuela Wisbeck verlässt nach 16 Jahren die ZDF-Serie „Notruf Hafenkante“. Die Schauspielerin erklärte auf Instagram, die Produktion habe sie wenige Tage zuvor informiert, dass ihre Rolle Frauke Prinz aus ökonomischen Gründen gestrichen werde.
Sie selbst nannte die Entscheidung einen Schock. Wisbeck sagte, sie werde noch bis Juli weiterdrehen und dann aufhören. „Mir tut es wirklich sehr leid, denn 16 Jahre ist eine wahnsinnig lange Zeit“, schrieb sie und fügte hinzu, sie finde nicht, dass die Rolle der Frauke Prinz auserzählt sei. „Ich wusste tatsächlich auch gar nicht, dass ich eine Randfigur bin“, sagte sie weiter. In dem Text zu ihrem Video dankte sie ihren Kolleginnen und Kollegen, dem gesamten Team und den Zuschauerinnen und Zuschauern für die lange Begleitung.
„Notruf Hafenkante“ läuft seit Jahren im ZDF und gehört zu den festen Serien des Senders. Dass eine langjährige Figur nun ausgerechnet mit dem Hinweis auf wirtschaftliche Gründe aus dem Ensemble genommen wird, trifft den Kern dessen, worüber in der Produktion offenbar neu entschieden wurde: Wer bleibt, wer geht und welche Rollen sich das Format noch leisten will. Ein interner Schnitt dieser Art ist für das Publikum oft unsichtbar, für die Betroffenen aber unmittelbar.
Unter Wisbecks Beitrag sammelten sich mehr als 1000 Kommentare. Viele Fans stellten sich hinter die Schauspielerin und kritisierten die Produktion dafür, eine Figur zu streichen, die die Serie aus ihrer Sicht geprägt habe. Andere wandten sich dagegen, dass Schauspielerinnen und Schauspieler nach 16 Jahren per Telefon informiert worden seien. Der Ton der Reaktionen zeigt, dass der Abschied nicht nur als Personalie gelesen wird, sondern als Einschnitt in eine vertraute Fernsehfigur.
Für Wisbeck läuft die Arbeit nun zwar noch bis Juli weiter, doch der Abschied ist damit schon eingeleitet. Die entscheidende Frage ist nicht mehr, ob sie geht, sondern wie die Serie ohne Frauke Prinz auskommen will.

