Max Kruse hat in seinem Podcast „Flatterball“ erstmals offen über eine Fett-Absaugung gesprochen, über die im Sommer 2018 bereits gerätselt worden war. Rund sechs Jahre später bestätigte der frühere Nationalspieler den Eingriff selbst.
Kruse sagte, er habe in der vierwöchigen Sommerpause „wie ein Schwein“ gegessen und am Ende zwölf Kilogramm mehr auf die Waage gebracht als zuvor. Für Werder-Trainer Florian Kohfeldt war die Rückkehr des Angreifers ein Schock. Kohfeldt schickte ihn nach Angaben von Kruse zu Extra-Läufen, damit er das Zusatzgewicht wieder loswird.
Die Episode steht für einen ungewöhnlich offenen Einblick in eine Phase, die Kruses Karriere bei Werder Bremen mitgeprägt hat. Im Sommer 2018 hatte es bereits Gerüchte über den möglichen Eingriff gegeben, damals stritt sein Management die Spekulationen ab. Heute sagt Kruse, dass er regelmäßig Gewichtsabnehmspritzen nutzt, um sein Wunschgewicht zu halten.
Sportlich fing sich Kruse nach dem Rückschlag wieder. Er begann hart zu trainieren, um seine Defizite auszugleichen, stellte seinen Lebensstil um und kam in der Saison 2018/19 auf elf Tore. Dass einer der bekanntesten deutschen Fußballprofis einen solchen Eingriff und spätere Hilfsmittel beim Gewichtsmanagement so offen benennt, bleibt selten. Gerade deshalb dürfte Kruses Schilderung über den Tag hinaus hängen bleiben.
Was bleibt, ist das Bild eines Spielers, der erst den eigenen Körper und dann auch die Erzählung darüber unter Kontrolle bringen wollte. Kruse hat die Gerüchte von damals nicht mehr nur bestätigt, sondern sie mit den Folgen verknüpft, die ihn auf dem Platz unmittelbar trafen.

