Lesen: Klaus Allofs sieht für Werder Bremen erneut eine schwere Saison

Klaus Allofs sieht für Werder Bremen erneut eine schwere Saison

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hat den Klassenerhalt vor dem gesichert, doch rechnet nicht mit einem großen Schritt nach vorn. Beim in der Bremer sagte der 69-Jährige, dass sich im nächsten Jahr wohl nicht viel ändern werde und dass Werder nur begrenzt nach oben in Richtung internationale Wettbewerbe schauen könne.

Allofs begründete seine Einschätzung nicht mit schlechter Arbeit, sondern mit den Rahmenbedingungen. Es gebe für den Verein nicht viel Luft nach oben, sagte er. Werder werde deshalb wohl wieder eine schwierige Saison spielen, und die Erwartungen müssten entsprechend vernünftig bleiben. Wer den Europapokal erwarte, müsse mit Enttäuschung leben, sagte er. Wer dagegen eine möglichst sorgenfreie Spielzeit ohne Abstiegskampf anstrebe, könne mit einer solchen Saison gut leben.

Der frühere Manager machte zugleich deutlich, woran Entwicklung aus seiner Sicht hängen würde: an einzelnen Transfers, die wirklich sitzen. Als Beispiel nannte er und fand ungewöhnlich klare Worte. Stage solle man nicht abgeben, sagte Allofs. Er sei das Herzstück der Mannschaft und der Anker gewesen, an dem sich das Team habe hochziehen können. Er habe in den richtigen Momenten Zeichen gesetzt und Tore erzielt. Ein Verlust des 27-Jährigen wäre aus sportlicher Sicht, so Allofs, „ein richtiger Verlust“.

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Gerade dieser Teil der Bilanz zeigt die Spannung in Bremen nach einer zähen Saison. Auf der einen Seite steht ein gesicherter Ligaverbleib, der erst einmal Ruhe bringt. Auf der anderen Seite bleibt der Kader anfällig für Bewegung, weil Werder auch auf Einnahmen angewiesen ist. dürfte bald Transfererlöse bringen, für ihn wird bereits eine Summe von 40 Millionen diskutiert. Zwischen dem Bedarf, Geld zu erlösen, und dem Anspruch, Leistungsträger zu halten, verläuft in Bremen die eigentliche Linie dieser Sommervorbereitung.

Dass Allofs Stage halten will, ist deshalb mehr als ein Wunsch nach Kontinuität. Es ist auch eine Absage an die Vorstellung, Werder könne sich einfach aus der eigenen Lage herauskaufen. Wenn der Verein den nächsten Schritt machen will, dann nur über wenige, sehr treffsichere Entscheidungen auf dem Transfermarkt. Und genau darin liegt die offene Frage dieses Sommers: ob Bremen Stärke bewahrt oder sie für den Preis verkauft, den der Markt fordert.

Am Samstag um 15:30 Uhr geht es für Werder erst einmal gegen Borussia Dortmund, bevor die Planung für die neue Saison endgültig Fahrt aufnimmt. Nach dem sicheren Klassenerhalt ist der Blick in Bremen weniger von Abstiegsangst geprägt als von der Frage, wie viel Qualität der Verein halten kann, ohne sich selbst zu schwächen.

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