Die Vegas Golden Knights haben am Donnerstagabend die Anaheim Ducks mit 5:1 besiegt und sich damit ihren Platz im Western Conference Final gesichert. Doch der Abend endete nicht nur mit einem deutlichen Sieg, sondern auch mit ungewöhnlicher Stille: John Tortorella sprach nach der Partie nicht mit der Presse, die Kabine blieb geschlossen, und nur drei Spieler stellten sich den Medien.
Brett Howden und Mitch Marner traten am Podium auf, ein weiterer Spieler sprach in einem Nebenraum. Howden sagte dabei, der Mannschaftsbus werde in 10 Minuten abfahren. Jack Eichel brachte in dem 5:1-Erfolg keinen Punkt aufs Scoreboard, sprach aber kurz nach dem Schlusspfiff mit TNTs Chris Mason auf dem Eis. Vegas hat damit das Ticket für das Western Conference Final gelöst und beginnt nächsten Mittwoch den Versuch, den Westen gegen die Colorado Avalanche zu gewinnen.
Dass dieser Sieg so viel Aufmerksamkeit über das Resultat hinaus zog, hat auch mit dem Umgang der Mannschaft nach dem Spiel zu tun. Teams machen Spieler und Trainer nach Playoff-Partien normalerweise verfügbar, doch weder die Golden Knights noch Tortorella gaben eine offizielle Erklärung für den Medienboykott und das Ausbleiben der Handschlagreihe. Tortorella stellte sich nach dem entscheidenden Sieg auch nicht für die obligatorischen Handshakes auf. Laut Elliotte Friedman von Sportsnet war die Mannschaft frustriert über die Sperre von Brayden McNabb, ein möglicher Hintergrund für die verhaltene Reaktion nach dem Weiterkommen.
Der Erfolg gegen Anaheim war sportlich klar, doch die Begleitumstände machten aus einem gewöhnlichen Serienabschluss einen Abend mit Nachhall. Für Vegas beginnt der nächste Abschnitt der Playoffs nun ohne viel Zeit zum Durchatmen und mit einem Gegner, der am Mittwoch bereitsteht.

