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Pforzheim: Weltkriegsbombe zwingt 27.000 Menschen zur Evakuierung

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In Pforzheim ist bei Bauarbeiten eine Weltkriegsbombe entdeckt worden, die am Sonntag entschärft werden soll. Für die Arbeiten müssen nach Angaben der Einsatzkräfte mindestens 27.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen.

Der Fund ist eine HC-4000 mit einem Gesamtgewicht von 1,8 Tonnen und einem Füllgewicht von 1,3 Tonnen Sprengstoff. sagte, seine Mannschaft sei diesem Typ zuletzt 2009 begegnet. Die Bombe hat drei Zünder an der Spitze, und genau das macht die Arbeit zwar besonders aufwendig, aber nicht grundsätzlich schwerer als bei anderen Bomben, weil die Zündersysteme dieselben seien.

Die Entschärfung am Sonntag legt einen großen Teil der Stadt in einen Evakuierungsradius von 1,5 Kilometern. Zum Schutz des Umfelds wurde außerdem zusätzliche Sicherheit im Bereich in Richtung einer Klinik geschaffen, unter anderem mit Containern. Peterle sagte, wenn sich die Zünder nicht entfernen ließen, könnten stattdessen die Zünderbuchsen ausgebaut werden. Das habe bisher gut funktioniert.

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Solche Funde sind in Deutschland zwar nicht ungewöhnlich, doch ein Modell wie die HC-4000 ist nach Peters Angaben keine alltägliche Entdeckung. Er verwies darauf, dass britische Royal-Air-Force-Flugzeuge bis Kriegsende 68.000 Bomben dieses Typs abgeworfen hätten. Für die Menschen in Pforzheim heißt das nun vor allem eines: Am Sonntag wird die Stadt für Stunden stillstehen, damit ein Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg sicher unschädlich gemacht werden kann.

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