Das Berufskolleg Rheydt-Mülfort für Technik hat rund um den Europatag am 9. Mai 2026 eine Europawoche veranstaltet, die für einen vollen Saal und viele direkte Fragen sorgte. Am Donnerstag besuchte der Europaabgeordnete Daniel Freund die Schule und stellte sich in einer lebhaften Podiumsdiskussion den Schülerinnen und Schülern.
Freund sprach über Wege zum Frieden in der Ukraine, über die Lage im Iran, über die Rolle und Verantwortung der Europäischen Union sowie über Maßnahmen zur Stärkung der Industrie in Deutschland. Besonders deutlich wurde der Ton der Veranstaltung an den Fragen aus dem Publikum: Die Jugendlichen fragten kritisch und konkret nach strittigen Punkten und nach seinen politischen Positionen. Dass die Diskussion aufgezeichnet wurde und demnächst über die Social-Media-Kanäle der Schule veröffentlicht werden soll, zeigt, wie sehr der Termin über den eigentlichen Besuch hinaus wirken soll.
Die Europawoche war nicht nur ein Format zur politischen Bildung. Die Schule verband sie auch mit Informationen zu Erasmus, zur Euregio, zu europäischer Bildung und mit spielerischen Angeboten. Zugleich diente die Woche dazu, auf anstehende Wahlen und auf Aktionen im Rahmen der angestrebten Zertifizierung „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ aufmerksam zu machen.
Gerade darin lag der eigentliche Wert des Besuchs: Nicht ein Gastvortrag für den Kalender stand im Mittelpunkt, sondern ein Austausch, der Europa, Schule und politische Teilhabe direkt miteinander verknüpfte. Für das Berufskolleg Rheydt-Mülfort für Technik wird aus dieser Woche vor allem die Botschaft bleiben, dass europäische Politik nicht abstrakt bleiben muss, wenn Schülerinnen und Schüler sie im direkten Gespräch befragen können.

