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Radsport: Vingegaard dominiert am Blockhaus und setzt Giro-Maßstab

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hat am Blockhaus die erste echte Prüfung der 109. Giro d’Italia am 15.05.2026 gewonnen und dabei alle Rivalen distanziert. Der Däne holte sich die 7. Etappe und machte damit ein Grand-Tour-Triple an Etappensiegen perfekt.

kam 13 Sekunden zurück auf Platz zwei ins Ziel und hielt damit den Anschluss am besten von allen Verfolgern. Für den Österreicher war es ein Ergebnis, das seine Ambitionen auf das Podium stützt, auch wenn er selbst noch Luft nach oben sieht und weiter auf einen Platz in den Top 3 zielt. Hinter ihm verloren und etwas mehr als eine Minute, während mit einer starken Fahrt bei diesem Duo blieb und damit auf Kurs für seine erste Grand-Tour-Top-zehn-Platzierung seit 2024 sein könnte.

Der Bergabschnitt am Blockhaus sortierte das Gesamtklassement früh. Für viele Fahrer war es der Moment, an dem der Giro von Kontrolle zu Schadenbegrenzung kippte. Vingegaard nutzte genau das aus. Er fuhr nicht nur allen weg, sondern setzte auch die erste klare Marke unter den Anwärtern auf das Rosa Trikot.

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Zu den auffälligsten Namen des Tages gehörte Mathys Rondel, der bei seinem ersten dreiwöchigen Rennen als Sechster ins Ziel kam und 1:29 Minuten verlor. Er lag 15 Sekunden vor Michael Storer und zeigte damit, dass auch Fahrer ohne lange Grand-Tour-Erfahrung auf diesem Terrain bestehen können. Derek Gee-West wurde Achter und kam 1:42 Minuten hinter dem Sieger an. Er erklärte, er habe am Ende noch viele Fahrer eingesammelt und müsse erst sein eigenes Tempo finden, weil das Finale zunächst sehr schnell gefahren worden sei. Außerdem sei der Anstieg nicht ideal gewesen, da er durch seine Offenheit dem Wind viel Angriffsfläche biete. Dennoch fühle er sich von Tag zu Tag besser, sagte der 24-Jährige, und wenn sich das in den kommenden zwei Wochen fortsetze, sehe es gut aus.

Jan Hirt war ebenfalls einer der Namen, die an diesem Tag auffielen. Der 35-Jährige wurde Elfter und damit als Überraschung des Tages beschrieben, nachdem er bei diesem Giro zuvor kein gewertetes Ergebnis in diesem Jahr oder im Vorjahr vorweisen konnte. 29 Sekunden dahinter kam Thymen Arensman ins Ziel, der traditionell in der ersten Woche und am ersten Bergtag schwerer in Gang kommt. Auch das gehört zum Bild dieses Giro: Manche verlieren am Blockhaus nur Sekunden, andere fallen in Minuten zurück.

Im Rosa Trikot zeigte sich Afonso Eulalio nach dem schweren Tag nüchtern. Der 26-Jährige sagte, das Team habe mit Zeitverlust gerechnet und die drei Minuten seien noch in Ordnung, auch wenn er sich ein besseres Resultat erhofft habe. Für ihn ist es erst die zweite Saison als Profi, und genau das scheint ihn weiter unterschätzt werden zu lassen. Doch der Abstand am Blockhaus zeigte auch, dass das Trikot in den Bergen nicht mehr nur Symbol, sondern Bürde ist.

Nach dem ersten großen Bergtest ist das Gesamtbild des Giro damit klarer geworden. Vingegaard hat die Messlatte gesetzt, Gall hat seine Podiumschance untermauert, und Fahrer wie O’Connor, Rondel und Gee-West haben sich in eine Position gebracht, die in den kommenden Bergetappen noch mehr bedeuten könnte. Am Blockhaus ging es nicht nur um den Tagessieg. Es ging darum, wer den 109. Giro d’Italia schon jetzt in der Hand hat — und wer erst noch lernen muss, ihn zu verteidigen.

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