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Axel Hellmann und Riera: Neue Spitze im Streit bei Eintracht Frankfurt

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hat vor dem Heimspiel von gegen den am Samstag um 15.30 Uhr den nächsten Streit im Klub öffentlich gemacht und dabei erneut die Medien angegriffen. Der 44-Jährige sagte am Freitag vor Beginn der Fragerunde, er habe mit seiner Einschätzung zu richtiggelegen, und fragte scharf, ob Eintracht Frankfurt „eine Kneipe oder ein Zirkus“ sein wolle.

Riera stellte sich damit demonstrativ gegen Berichte und Verabredungen rund um den verletzten Collins, der seit Wochen nicht zur Verfügung stand. Gleichzeitig ging es um , der in dieser Saison bereits mehrfach mit dem Coach aneinandergeraten war. Nach seinem Treffer zum 2:3 in Dortmund hatte Burkardt in Richtung Bank geschrien und dabei eine spanische Beleidigung benutzt. Der Text legt nahe, dass Riera gemeint war.

Der Trainer sagte am Freitag dennoch, Burkardt gehöre weiter zum Kader und die Angelegenheit sei nach fünf Minuten erledigt gewesen. Er bestätigte zudem, dass es eine Geldstrafe gab und dass Burkardt die Strafe akzeptiert und sich entschuldigt habe. „Das muss zwischen uns bleiben, die Familie muss zusammenhalten. Es ist unglaublich“, sagte Riera, der auch ausführte, dass Journalisten nur schreiben könnten, was sie von ihren Informanten hörten. „Aber ich weiß mehr!“, fügte er hinzu.

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Die Schärfe seiner Worte passt zu einem Muster, das sich seit Wochen und Monaten durch Rieras Auftritte zieht: Er nutzt Pressekonferenzen immer wieder, um über Klubprobleme und die Medien zu sprechen. In diesem Fall steht allerdings mehr auf dem Spiel als eine Wortmeldung am Vorabend eines Spiels. Eintracht Frankfurt braucht gegen Stuttgart einen Sieg, um im Rennen mit Freiburg um einen europäischen Platz zu bleiben, und genau in diesem Moment lenkt der interne Streit erneut von der sportlichen Aufgabe ab.

Besonders auffällig bleibt, dass niemand Collins’ Ausfall je ernsthaft bezweifelt hatte, Riera aber so tat, als habe er einen Beweis gegen die Berichterstattung geliefert. Auch das macht die Szene vor Stuttgart so aufgeladen: Der Coach beantwortet Fragen nicht nur, er führt einen fortgesetzten Kampf gegen die öffentliche Erzählung. Für Eintracht Frankfurt ist das mehr als Lärm am Rand. Es ist ein Risiko vor einem Spiel, das sportlich kaum weniger wichtig sein könnte.

„Es ist traurig, über was wir hier reden“, sagte Riera. „Wissen Sie auch, was ich zum Frühstück hatte?“ Und später: „Ich habe in sieben Ländern gearbeitet.“

Die nächste Antwort muss nun auf dem Platz kommen. Gegen Stuttgart entscheidet sich nicht nur, ob Frankfurt im Rennen um Europa bleibt. Es entscheidet sich auch, wie viel Ruhe der Klub vor den letzten Wochen der Saison noch herstellen kann.

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