In Gnarrenburg sowie in Bremervörde und Deinstedt haben Einsatzkräfte am 13. Mai mehrere Durchsuchungen durchgeführt. Die Polizeiinspektion Rotenburg teilte mit, dass die Maßnahmen Teil eines Ermittlungsverfahrens wegen des Verdachts des banden- und gewerbsmäßigen Betruges waren.
Im Fokus der Ermittlungen stand ein Beschuldigter, der nach bisherigen Erkenntnissen betrügerisch erlangte Waren in Deutschland entgegengenommen und anschließend in die Niederlande verbracht haben soll. Nach Angaben der Ermittler handelte es sich dabei unter anderem um größere Mengen Kupfer. Bei den Durchsuchungen stellten die Einsatzkräfte diverse Beweismittel sicher.
Besonders schwer wiegt ein Fund an der Wohnanschrift des Beschuldigten: In einem Pkw entdeckten die Einsatzkräfte insgesamt rund 19 Kilogramm Marihuana. Die Betäubungsmittel lagen vakuumiert in vier Umzugskartons. Damit weitete sich der Einsatz von einem Betrugsverdacht auf ein weiteres mögliches Delikt aus.
Die Ermittlungen zeigen damit zwei Stränge zugleich: den mutmaßlich gewerbsmäßigen Betrug mit transportierten Waren und den Fund einer erheblichen Menge Drogen am selben Ort. Der Beschuldigte muss nun mit einem weiteren Strafverfahren rechnen. Die Polizei bittet zudem Personen mit Hinweisen, sich bei der Polizeiinspektion Rotenburg zu melden.
