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Bmw Alpina: BMW zeigt Vision auf der Bühne am Comer See

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BMW hat am Freitagabend auf dem in Cernobbio am Comer See die Vision BMW vorgestellt. Der 5,20 Meter lange Viersitzer soll einen Ausblick darauf geben, wie BMW die traditionsreiche Marke Alpina künftig als konzerninterne Luxusmarke weiterführt.

Unter der langen Haube der Studie sitzt ein V8-Motor. Das Auto wirkt näher an der 2025 auslaufenden 8er-Reihe als an der aktuellen 7er-Baureihe und ist damit weniger ein klassischer Vorgeschmack auf eine Limousine als auf einen schweren, schnellen Grand Tourer mit Komfortanspruch. BMW will Alpina-Modelle ab nächstem Jahr aus München in Märkte rund um die Welt schicken.

Für die Marke ist das ein Einschnitt. BMW hatte Alpina vor rund zwei Jahren übernommen, um sie als hauseigene Premium-Marke fortzuführen. Bislang war Alpina weit mehr als ein Tuner. Das Unternehmen aus Buchloe trat mit eigenen Fahrgestellnummern auf und verband Tempo mit Komfort in einer Art, die unter Fans und Kunden einen eigenen Ruf begründete.

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Die Wurzeln reichen zurück bis 1962, als BMW-Verkaufschef grünes Licht für dessen BMW-basierte Leistungsarbeit gab. Bovensiepen holte aus dem Motor des BMW 1500 mit einem Weber-Vergaser zunächst zusätzliche 10 PS heraus. Drei Jahre später gründete er Alpina in Buchloe. Aus dieser Werkstatt entwickelte sich eine Marke, deren Originalschriftzug heute auf rund 30.000 Autos weltweit zu finden ist.

Die Stückzahlen blieben über Jahrzehnte klein. Buchloer Alpina-Modelle liefen oft in Serien von weniger als 1.000 Exemplaren, und selbst in guten Jahren wurden meist nicht mehr als 2.000 gebaut. Genau diese Knappheit machte den Namen besonders, aber auch schwer skalierbar. Mit dem Schritt nach München und dem angekündigten weltweiten Vertrieb ändert BMW nun die Spielregeln.

Spannend ist, dass die Studie zugleich den Charakter der alten Marke bewahrt und sie in ein neues System überführt. Die Vision BMW Alpina kommt als offizielles BMW-Projekt, nicht mehr als unabhängiges Haus aus Buchloe. Damit endet eine Ära, in der Alpina seine Identität über kleine Stückzahlen, eigene Technik und den Ruf einer Nischenmarke definierte. Ob der Name in der Breite denselben Status behalten kann, wird sich daran zeigen, wie viel von diesem ursprünglichen Charakter BMW im Alltag der neuen Luxusmarke lässt.

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