Lesen: Krassnitzer blickt auf letztes Tatort-Kapitel und neues Filmrollenbild

Krassnitzer blickt auf letztes Tatort-Kapitel und neues Filmrollenbild

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schaut auf ein Jahr des Abschieds: Der Schauspieler war am Sonntag zu Gast bei und sprach dort über seinen nahenden letzten Auftritt als im Wiener . Am Ende dieses Jahres werden er und mit ihrem letzten Fall die Krimireihe verlassen.

Für Krassnitzer ist das mehr als nur ein Rollenwechsel. Seit 1999 spielt er den Oberstleutnant Moritz Eisner, und viele Zuschauer verbinden seinen Namen heute vor allem mit dieser Figur. Auch seine früheren Stationen haben ihn geprägt: 1996 übernahm er bei SAT.1 die Rolle des Bergdoktors , lange bevor er als Kommissar in Wien fest zum Fernsehbild gehörte.

Der 65-Jährige kommt aus einer ganz anderen Ecke des Lebens. Er wuchs in der Nähe von Salzburg auf, stand mit zehn Jahren zum ersten Mal auf einer Bühne und lernte zunächst den Beruf des Speditionskaufmanns, bevor er zur Schauspielerei wechselte. Dass dieser Weg nicht geradlinig verlief, passt zu einem Mann, der in seinen wilden Jahren auch Fallschirmspringer, Rennfahrer und Bungee-Jumper war.

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Heute steht Krassnitzer erneut vor einer Rolle, die viel über Altern, Verlust und Nähe erzählt. In dem Film spielt er einen Menschen mit Demenz, der im Leben seiner Ex-Frau auftaucht. Die Figur liegt weit weg vom gewohnten Ermittleralltag und zeigt einen Schauspieler, der sich kurz vor dem Ende seiner bekanntesten Fernsehära noch einmal bewusst aus dem vertrauten Rahmen löst.

Genau darin liegt auch die Spannung dieses Moments: Krassnitzer verabschiedet sich nicht aus dem Blick der Zuschauer, sondern nur aus einer Serie, die ihn über Jahrzehnte geprägt hat. Dass er parallel in einer so anderen Rolle zu sehen ist, macht seinen Abschied glaubwürdiger als jede große Geste. Wer ihn lange nur als Moritz Eisner kannte, sieht nun einen Darsteller, der sich noch einmal neu sortiert, bevor der letzte Fall ausgestrahlt ist.

Wie viel von Krassnitzers Abschied am Ende als Ende einer Ära gelesen wird, hängt nicht an einem einzigen Dialog, sondern an dem, was nach dem letzten Fall bleibt: ein Schauspieler, der mit Bergdoktor, Winzerkönig und dem Wiener Tatort Fernsehgeschichte geschrieben hat, und ein Publikum, das ihn nun ohne diese feste Figur weitersehen wird.

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