Die frühere dänische Königin Margrethe II. ist am Freitag, 15. Mai, im Rigshospitalet in Kopenhagen an der Herzkranzarterie behandelt worden. Der Eingriff erfolgte nach ihrer Aufnahme am Donnerstag wegen Herzproblemen. Das dänische Königshaus teilte mit, die 86-Jährige sei in guter Verfassung und werde noch mehrere Tage im Krankenhaus bleiben.
Nach Angaben des Königshauses handelte es sich um eine Ballondilatation der Koronararterie, ein weit verbreitetes Verfahren, um verengte Herzkranzgefäße zu weiten. Margrethe hatte erst am 16. April ihren 86. Geburtstag gefeiert. Ihr Gesundheitszustand rückt damit erneut in den Fokus, obwohl sie seit ihrem Rücktritt zu Beginn des Jahres 2024 nicht mehr auf dem Thron sitzt.
Damals beendete sie nach 52 Jahren als Königin ihre Regentschaft und übergab die Krone an ihren Sohn Frederik. Der Machtwechsel war einer der größten Momente im dänischen Königshaus seit Jahrzehnten und markierte das Ende einer Ära, ohne dass Margrethe sich aus dem öffentlichen Leben völlig zurückgezogen hätte. Gerade deshalb verfolgen Dänen und Beobachter jeden Hinweis auf ihren Zustand genau.
Der aktuelle Krankenhausaufenthalt zeigt auch, wie eng die Abläufe rund um die ehemalige Monarchin inzwischen getaktet sind: Aufnahme am Donnerstag, Eingriff am Freitag, anschließend die klare Ansage, dass sie zunächst weiter in Behandlung bleibt. Die Formulierung des Königshauses, sie sei bei guter Laune, deutet auf Zuversicht hin, ersetzt aber nicht die medizinische Vorsicht, die bei einem Eingriff am Herzen selbstverständlich bleibt.
Für Kopenhagen ist das Rigshospitalet damit erneut der Ort, an dem sich königliche Nachricht und medizinische Realität treffen. Die offizielle Linie ist beruhigend, aber sie ist auch knapp gehalten. Genau das lässt offen, wie schnell sich Margrethe erholen wird und wann sie das Krankenhaus verlassen kann.

