Im Frühjahr haben Stefan Posch und Philipp Mwene mit FSV Mainz viel Selbstvertrauen gesammelt. Für beide wurde der Klub zu einem Ort, an dem sie nach einer schwierigen Phase wieder Tritt fassten, und Posch bekam dort zugleich das, was ihm in Como zuletzt gefehlt hatte: regelmäßige Minuten.
Posch war 2025 nach Como gekommen, kam dort aber kaum zum Zug. Genau das machte einen Wechsel in Mainz für ihn attraktiv, weil er vor der Weltmeisterschaft mehr Einsätze brauchte. Mwene sagte, Posch habe ihn schon im Jänner angerufen und wissen wollen, wie es ihm gehe und wie es in Mainz sei. «Da meldete sich Stefan bei mir, wollte wissen, wie es mir geht und wie es in Mainz so ist», sagte Mwene. Als sich ein Transfer anbahnte, ließ der Mainzer seinen früheren Teamkollegen nach eigenen Worten fast nicht mehr in Ruhe: «Als mir klar wurde, dass sich da ein Transfer anbahnt, habe ich Stefan nicht mehr in Ruhe gelassen, ihn fast täglich kontaktiert.»
Die Krone berichtete aus Mainz, wo der Verein im Frühjahr den Abstiegsschatten abschüttelte und damit genau das Umfeld schuf, in dem Posch und Mwene neues Vertrauen tanken konnten. Für Posch geht es dabei um mehr als eine kurze Luftveränderung. Die Situation in Como hatte ihm zu wenig Spielzeit gegeben, und im Nationalteam zählt in dieser Phase vor allem, wer belastbar und im Rhythmus ist. Mainz war deshalb nicht nur eine Station, sondern ein Prüfstein für die Zeit bis zum nächsten großen Turnier.
Offen bleibt, wie es für Posch nach der Weltmeisterschaft weitergeht. Die Konstellation in Mainz zeigt aber schon jetzt, warum der Verteidiger den Schritt gesucht hat: Nähe zu einem vertrauten Umfeld, Spielpraxis und das Gefühl, wieder gebraucht zu werden. Für Mwene war der Transfer zudem auch persönlich ein Wiedersehen mit einem Spieler, den er früh auf die Lage in Mainz einstimmte und den er am Ende mit täglichem Nachdruck im Klub hielt.
