Günther Maria Halmer ist tot. Der Schauspieler starb in der Nacht von Sonntag auf Montag im Alter von 83 Jahren, wie berichtet wurde. Er war schwer an Krebs erkrankt.
Halmer gehörte zu den vertrauten Gesichtern des deutschen Fernsehens. Vielen Zuschauern blieb er als Karl „Tscharlie“ Häusler aus Helmut Dietls Kultserie „Münchner Geschichten“ im Gedächtnis. Mit dieser Rolle feierte der gebürtige Rosenheimer 1974 seinen großen Durchbruch, der ihn bundesweit bekannt machte.
Für viele wurde er später vor allem durch die ZDF-Reihe „Anwalt Abel“ zu einer festen Größe im Krimi-Fernsehen. Von 1988 bis 2001 verkörperte Halmer in 20 Folgen den Strafverteidiger Jean Abel. Die Figur machte ihn zum Anwalt Abel, wie ihn ein Millionenpublikum kannte, und festigte seinen Ruf als Charakterdarsteller mit sofort wiedererkennbarer Präsenz.
Bevor seine Karriere Fahrt aufnahm, verlief Halmers Weg nicht geradlinig. Nach der Bundeswehr ging er zunächst ins Ausland, später besuchte er die Otto-Falckenberg-Schule in München. Von dort aus arbeitete er sich in mehr als 100 Film- und Fernsehproduktionen vor, darunter auch internationale Arbeiten wie Richard Attenboroughs Oscar-Film „Gandhi“ und „Sophies Entscheidung“.
Seine Laufbahn reichte bis in die jüngste Zeit. Zuletzt war Halmer in „Trapps Sommer“ zu sehen, zuvor stand er unter anderem mit Hannelore Elsner für Lars Kraumes Familiendrama „Familienfest“ vor der Kamera. Auch abseits der Rollen blieb er präsent: 2017 veröffentlichte er seine Autobiografie „Fliegen kann jeder: Ansichten eines Widerborstigen“.
Privat war Halmer seit 1976 mit seiner Frau Claudia verheiratet. Das Paar hat zwei Söhne, Daniel und Dominik. Mit seinem Tod verliert der deutsche Film- und Fernsehbetrieb einen Schauspieler, dessen Figuren über Jahrzehnte so vertraut waren, dass viele Zuschauer sie beim ersten Auftritt erkannten.
