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Köhlbrandbrücke: Mehrere Sperrungen starten, Hamburgs Hafenverkehr wird umgeleitet

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Die Köhlbrandbrücke wird von diesem Abend an für drei Tage voll gesperrt. Die Sperrung beginnt um 21.00 Uhr und soll am Montagmorgen um 5.00 Uhr wieder aufgehoben werden.

Nach der ersten Vollsperrung bleibt die Brücke zunächst auf der Südseite einspurig im Gegenverkehr befahrbar. Vom 22. bis 25. Mai folgt die nächste vollständige Sperrung, danach läuft der Verkehr bis zum 31. Mai um 22.00 Uhr wieder einspurig über die Nordseite im Gegenverkehr. Eine dritte Vollsperrung ist für den 12. bis 15. Juni vorgesehen. Für dieses Jahr sind zudem zwei weitere Vollsperrungen im September und eine im Oktober geplant.

Umgeleitet wird der Verkehr über die rund zwei Kilometer weiter südlich gelegene Kattwykbrücke. Auf der Köhlbrandbrücke fahren täglich rund 32.000 Fahrzeuge. Für den Hamburger Hafen ist die Verbindung damit eine der wichtigsten Achsen, und die neuen Einschränkungen treffen einen Verkehrsknoten, der schon seit Jahren unter Druck steht.

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Seit 2012 ist das Überholen von Lastwagen auf der Brücke verboten. Zu Beginn des Jahres 2019 ordnete die HPA zusätzlich einen Mindestabstand von 50 Metern für Lastwagen an. Seit Anfang Mai ist die Brücke außerdem für genehmigungspflichtige Schwertransporte über 44 Tonnen gesperrt. Hintergrund sind jüngste Bauwerksprüfungen, die eine Zunahme von Rissen in Schweißnähten und im Beton gezeigt haben.

sagte dazu: „Nach dem ersten Schock arbeiten alle Beteiligten mit Hochdruck an Lösungen, um die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten.“ Der Satz trifft die Lage ganz gut: Die Maßnahmen sollen den Verkehr aufrechterhalten, bis Ersatz kommt, nicht ihn bequem machen.

Hamburg geht davon aus, dass die neue Köhlbrandbrücke erst am Ende der 2030er Jahre fertig wird. Sie soll 20 Meter höher werden. Eine Entlastung könnte auch die A26-Ost bringen, die eine weitere Elbquerung schaffen würde. Doch der Planfeststellungsbeschluss für den ersten Abschnitt wurde vom im Oktober des Vorjahres teilweise für rechtswidrig erklärt. hofft dennoch, im nächsten Jahr mit dem Bau beginnen zu können.

Für die kommenden Wochen bleibt damit vor allem eines sicher: Der Verkehr auf der Köhlbrandbrücke wird nicht nur unterbrochen, sondern immer wieder neu sortiert. Wer den Hafen erreicht oder verlässt, muss sich auf Umwege, Gegenverkehr und weitere Sperrungen einstellen, lange bevor die Ersatzbrücke überhaupt in Sicht ist.

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