Hiroki Ito steht bei FC Bayern München nach nur einem Jahr offenbar vor dem Abschied. Der Klub wäre laut Berichten bereit, über einen Verkauf zu sprechen, wenn ein Angebot von rund 20 Millionen Euro eingeht, und der Japaner soll intern bereits auf der Verkaufsliste stehen.
Ito war 2024 für rund 23,5 Millionen Euro vom VfB Stuttgart gekommen und galt als vielseitige Lösung für die Innenverteidigung und die linke Abwehrseite. Doch seine Zeit in München wurde fast vollständig von Verletzungen überlagert. In der einzigen bislang weitgehend stabilen Phase zeigte er ordentliche Leistungen, blieb aber meist nur die Alternative hinter Minjae Kim, Dayot Upamecano und Josip Stanisic.
Dass Bayern nun überhaupt über einen Abgang nachdenken, passt zur größeren Planung des Klubs für den Sommer. Die Verantwortlichen wollen die Gehaltskosten senken und Platz für neue Transfers schaffen. Ito war ursprünglich als strategische Verpflichtung für die defensive Zukunft gedacht, doch die Realität in München hat dieses Konzept bislang kaum tragen können.
Der mögliche Abschied des 25-Jährigen ist dabei nur ein Teil der laufenden Kaderprüfung. Leon Goretzka wird nach acht Jahren im Klub voraussichtlich keinen neuen Vertrag erhalten, Raphaël Guerreiro könnte nach Benfica Lissabon wechseln, der Kauf von Nicolas Jackson soll nicht gezogen werden, und auch Minjae Kim gilt trotz seiner hohen Ablösesumme inzwischen nicht mehr als unverkäuflich. Für Bayern deutet vieles auf einen tiefen Umbau hin, bei dem selbst einst fest eingeplante Namen neu bewertet werden.
Für Ito bedeutet das vor allem eines: Er ist in München nie wirklich in eine dauerhafte Rolle hineingewachsen. Sollte ein Angebot in der von Bayern genannten Größenordnung kommen, dürfte der Klub den nächsten Schnitt eher früher als später ziehen.

