Leon Goretzka verließ Bayerns Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg am Samstag mit leichten Schwindelproblemen, doch Trainer Vincent Kompany schloss am Abend eine ernstere Verletzung aus. Auch Minjae Kim musste in Wolfsburg raus, nachdem er zur Pause ein Gefühl im Knie gemeldet hatte.
Kompany sagte nach dem Spiel, bei Goretzka sei nichts Schlimmes zu befürchten. Der Belgier machte zugleich klar, dass Bayern in solchen Momenten vorsichtig handeln will: Wenn ein Spieler etwas merke, würden die richtigen Entscheidungen getroffen. Kim wurde bereits zur Halbzeit durch Dayot Upamecano ersetzt.
Für Bayern kommt die Nachricht zu einem günstigen Zeitpunkt. Am Samstag um 15:30 Uhr steht in der Allianz Arena das Saisonfinale gegen 1. FC Köln an, bei dem die Meisterschale übergeben werden soll. Drei Tage später folgt am 23. Mai um 20:00 Uhr in Berlin das DFB-Pokal-Finale gegen Bayer 04 Leverkusen.
Vor allem bei Kim hatte die Szene in Wolfsburg zunächst Fragen ausgelöst. Der Abwehrspieler kam in dieser Saison bereits auf 37 Pflichtspiele, fehlte aber auch zweimal verletzt und stand in diesen Partien nicht im Kader. Die nun geplante MRT-Untersuchung wurde nach Angaben aus dem Umfeld des Spielers wieder gestrichen, weil er sich schon deutlich besser fühlte.
Sportlich steht Kim bei Bayern ohnehin hinter Upamecano in der internen Reihenfolge, und nach dessen Vertragsverlängerung im Februar gab es wiederholt Spekulationen über einen vorzeitigen Abschied aus München. Vertraglich ist der Südkoreaner bis 2028 an die Säbener Straße gebunden. Bei Goretzka ist die Lage anders gelagert: Nach acht Jahren bei Bayern läuft sein Kapitel im Verein jetzt seinem Ende entgegen.
Für den Moment aber ist die wichtigste Nachricht eine andere. Weder Goretzka noch Kim deuten auf einen längeren Ausfall hin, und Bayern dürfte in die Schlussphase der Saison mit weitgehend intaktem Kader gehen.
