HSV hat Fabio Baldé offenbar auf die Verkaufsliste gesetzt. Der 20 Jahre alte Offensivspieler soll im Sommer einen Neuanfang anstreben, nachdem seine Entwicklung in dieser Saison erneut ins Stocken geraten ist.
Für den Klub ist das eine Abwägung zwischen Potenzial und Geduld. Baldé kommt in dieser Bundesliga-Spielzeit auf 14 Einsätze, davon elf als Einwechselspieler, und hat ein Tor vorbereitet. Sein Vertrag läuft bis 2029, doch trotz dieser langen Bindung gilt ein Abschied inzwischen als realistische Option.
Schon im Winter hatte RSC Anderlecht laut Bericht fünf Millionen Euro für Baldé geboten. HSV lehnte damals ab. Jetzt deutet vieles darauf hin, dass der Verein offener für einen Verkauf ist, zumal aus Portugal und Italien Interesse gemeldet wird. Für Baldé wäre es die nächste Station in einer Karriere, die immer wieder kurz Fahrt aufnahm und dann wieder abfiel.
Der Hintergrund ist bekannt, auch wenn er seine Zukunft nicht leichter macht: Baldé brachte starke körperliche Anlagen und hohe Geschwindigkeit mit, erfüllte die Erwartungen in dieser Saison aber nicht. Verletzungen, Krankheiten und Formschwankungen bremsten ihn immer wieder aus. Eine seiner prägnantesten Szenen bleibt die späte Vorlage beim 2:1 gegen VfB Stuttgart, ein Moment, der zeigte, was in ihm steckt, ohne dass er es über Wochen bestätigen konnte.
Hinzu kommt, dass der Angreifer schon einmal einen kurzen Aufschwung erlebt hatte, als er für Portugals U20-Nationalteam auflief, bevor seine Entwicklung wieder langsamer wurde. Genau deshalb wirkt die Lage jetzt so eindeutig: HSV und Spieler scheinen auf einen Sommer zuzulaufen, in dem ein Wechsel für beide Seiten mehr Sinn ergeben könnte als ein weiteres Jahr des Abwartens.

