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Globus ruft Beeren-Mix wegen Hepatitis-A-Verunreinigung zurück

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hat den GLOBUS Beeren-Mix, tiefgekühlt, im 300-Gramm-Beutel aus dem Verkauf genommen, nachdem in dem Produkt Hepatitis-A-Viren nachgewiesen worden waren. Betroffen ist die Ware mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 29.09.2027 und der EAN 4304218430861.

Der Rückruf stützt sich nach Angaben von Globus auf einen amtlichen Befund. Die Warnung gilt für zwölf Bundesländer: Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Nach Angaben von lebensmittelwarnung.de wurde der Beeren-Mix bundesweit über Globus-Verbrauchermärkte verkauft.

Globus bat Kunden, den Inhalt der Packung nicht zu verzehren. Wer das Produkt bereits gekauft hat, kann es in jeder Filiale zurückgeben und erhält den Kaufpreis auch ohne Kassenbon erstattet.

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Dass ausgerechnet Tiefkühlobst im Fokus steht, ist kein Zufall. Das weist darauf hin, dass gefrorene Früchte Hepatitis-A-Viren übertragen können, weil Frost den Erreger nicht abtötet. Unschädlich wird das Virus nach Angaben des Instituts erst bei Temperaturen von mindestens 85 Grad Celsius für mindestens eine Minute.

Für Verbraucher liegt die Schwierigkeit auch in der langen Inkubationszeit. Das nennt 15 bis 50 Tage bis zum Auftreten erster Symptome. Dazu können Fieber, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen gehören; in schweren Fällen verfärben sich Haut und Augen gelb als Zeichen einer Gelbsucht.

Gesunde Erwachsene überstehen die Infektion meist ohne bleibende Schäden. Für ältere Menschen, Patienten mit vorbestehenden Lebererkrankungen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem ist das Risiko höher. Wer nach dem Verzehr des Beeren-Mix Beschwerden entwickelt, sollte einen Arzt aufsuchen und den möglichen Zusammenhang nennen.

Der Rückruf trifft damit nicht nur ein einzelnes Produkt, sondern ein Lebensmittel, das in gleich zwölf Bundesländern im Umlauf war und dessen mögliche Folgen sich erst Wochen später zeigen können. Genau deshalb ist für betroffene Käufer jetzt vor allem eines wichtig: die Packung nicht mehr zu essen und sie zurückzugeben.

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