Nico Schlotterbeck steht heute Abend vor seinem zweiten Spiel bei einer Fußball-Weltmeisterschaft. Deutschland beginnt seine Gruppe E bei der 2026 FIFA World Cup gegen Curacao, und der 26 Jahre alte Verteidiger von Borussia Dortmund ist einer der Namen, auf die der Blick jetzt fällt.
Dass ausgerechnet Schlotterbeck im Mittelpunkt steht, hat mit seiner Form im Verein und mit seiner Rolle in der Nationalmannschaft zu tun. Der 6ft 3in große Abwehrspieler brachte es in der vergangenen Bundesliga-Saison auf fünf Tore und war damit gemeinsam mit Ramy Bensebaini der torgefährlichste Verteidiger der Liga. Für Borussia Dortmund kam er außerdem im Schnitt auf 4.5 Klärungen pro Partie, ein Wert, der zeigt, wie viel Arbeit er gegen den Ball erledigt und warum er für Deutschland mehr ist als nur ein Ergänzungsspieler.
Seinen Weg in die A-Nationalmannschaft begann Schlotterbeck 2022 gegen Israel, als er in einem Freundschaftsspiel über 90 Minuten auf dem Platz stand. Wenige Tage später spielte er auch gegen die Netherlands durch. Seitdem hat er sich in die Auswahl gespielt, die nun bei ihrem Turnierstart auf Curacao trifft, einen Debütanten bei dieser Weltmeisterschaft.
Der Haken für Deutschland liegt nicht nur im Auftakt. In derselben Gruppenphase warten auch Ecuador und Ivory Coast, und dort wird Schlotterbeck es mit Enner Valencia und Nicolas Pepe zu tun bekommen. Für einen Verteidiger, der mit seinem Körper und seiner Präsenz schon in der Bundesliga auffällt, ist das die nächste Stufe der Prüfung: erst Curacao, dann Gegner mit deutlich mehr internationaler Wucht.
Offen bleibt vor allem, wie viele Minuten Schlotterbeck heute tatsächlich bekommt. Klar ist nur, dass Deutschland ihn für einen Turnierstart braucht, der wenig Zeit für Eingewöhnung lässt. Wenn er sein zweites Weltmeisterschaftsspiel so nutzt wie seine jüngsten Auftritte in Dortmund, könnte er für die restliche Gruppenphase schnell zu einem der wichtigsten Bausteine werden.

