Vinícius Júnior soll Brasilien zum Auftakt der World Cup 2026 wieder über die linke Seite tragen. Gegen Morocco wird der Angreifer am Samstag um 6 p.m. ET auf FOX erwartet, nachdem Carlo Ancelotti ihn in den WM-Vorbereitungsspielen überwiegend als zentrale Spitze eingesetzt hatte.
Für Brazil ist das mehr als eine kleine Verschiebung auf dem Papier. Vinícius Júnior führt das Team in den Turnierstart, und die Rolle des Stürmers ist in den bisherigen Tests klar mit der Handschrift des Trainers verbunden: 66,77 Prozent seiner Minuten spielte er im Zentrum, in fünf Matches kam er auf 20 herausgespielte Chancen. Genau deshalb sucht man nach ihm vor dem Group-C-Auftakt jetzt nicht nur als Torschützen, sondern als Spieler, der das ganze Angriffsspiel ordnen kann.
Der 24-Jährige beschreibt die Zusammenarbeit mit Ancelotti als beruhigend. „Playing under Carlo Ancelotti gives me the BIGGEST peace of mind“, sagte Vinícius Júnior. „He gives me a lot of freedom and confidence to do everything I’ve already done for the NT and for Real Madrid.“ Für einen Spieler, der bei Real Madrid meist links aufläuft und dort auch lange Zeit für Brazil am stärksten war, ist die erwartete Rückkehr auf den Flügel gegen Morocco eine vertraute Lösung.
Das passt auch zum Gegnerbild. Auf der linken Seite soll Vinícius Júnior Achraf Hakimi attackieren, und genau darin liegt der Reiz dieses Auftakts: Brazil könnte seine größte Einzelwaffe wieder dort einsetzen, wo sie im Verein und oft auch im Nationalteam am gefährlichsten ist. Die zentrale Verwendung in der Vorbereitung deutete zwar auf Flexibilität hin, doch für den ersten Spieltag spricht vieles dafür, dass Ancelottis Mannschaft ihm den Raum außen gibt, statt ihn erneut zwischen den Innenverteidigern zu binden.
Offen bleibt damit vor allem, wie fest diese Zuordnung ist. Hält Ancelotti Vinícius Júnior gegen Morocco konsequent links, oder nutzt er ihn im Spiel wieder zentral? Die Antwort dürfte nicht nur den Auftakt in Group C prägen, sondern auch zeigen, wie Brazil seinen wichtigsten Offensivspieler bei World Cup 2026 am liebsten einsetzt.

