Ronaldo Nazario ist in einer Rangliste der fünf größten Brasilianer bei FIFA World Cups gelandet, gestützt auf 15 Tore in 19 Spielen über vier aufeinanderfolgende Turniere. Der frühere Stürmer steht damit in einer Auswahl, die Brasiliens Weltcup-Geschichte über ihre prägendsten Figuren erzählt.
Gerade deshalb wird sein Name jetzt so genau gelesen: Ronaldo Nazario spielte von 1994 bis 2006 bei vier aufeinanderfolgenden FIFA World Cups, und seine Bilanz bekam in 2002 ihr größtes Gewicht. Dort traf er achtmal, darunter zweimal im Finalspiel gegen Germany in the, und half Brazil zum fünften Titel. Es war der letzte Titel in dieser Reihe, und er machte seine Turniergeschichte zu mehr als nur einer Statistik.
Die Einordnung wirkt auch deshalb scharf, weil sie ihn neben Pele und andere brasilianische Größen stellt, ohne die alte Debatte zu lösen. Pele wird in diesem Vergleich als Brasiliens größter Fußballer und als der größte Brasilianer überhaupt beschrieben, während Ronaldo Nazario als einer der besten Stürmer der modernen Zeit gilt. Genau in diesem Spannungsfeld bekommt seine Weltcup-Bilanz ihr Gewicht: nicht als bloße Zahlensammlung, sondern als Versuch, Einfluss über Generationen hinweg zu vergleichen.
Die Rangliste selbst bleibt bei den Kriterien jedoch offen. Es ist nicht erklärt, ob Tore, Titel, Kontinuität oder die Wirkung in entscheidenden Spielen stärker gewertet wurden. Sicher ist nur, dass Ronaldo Nazario mit 19 Einsätzen, 15 Toren und dem prägenden Lauf von 2002 einen Platz in der engsten historischen Runde Brasiliens behauptet hat. Die unbeantwortete Frage ist damit weniger, ob er dazugehört, als nach welchen Maßstäben solche Spitzenplätze bei FIFA World Cups überhaupt vergeben werden.

