Lionel Messi wird bei der kommenden WM in den USA seine sechste Weltmeisterschaft spielen. Für Argentinien ist das mehr als ein weiterer Termin im Kalender: Der Weltmeister von 2022 geht als Titelverteidiger ins Turnier, und Messi steht mit fast 39 Jahren weiter im Mittelpunkt dieser Mannschaft.
Gerade deshalb suchen viele jetzt nach ihm. Messi hat gesagt: „Ich liebe es, Fußball zu spielen, und ich werde es solange machen, bis ich nicht mehr kann.“ Das ist die kurze Erklärung für die lange Karriere eines Spielers, der in Katar sieben Tore und drei Vorlagen in sieben WM-Spielen sammelte und das Finale mit verwandelten Elfmetern gegen Frankreich mitentschied.
Diese Zahlen sind wichtig, weil sie zeigen, wie hoch die Messlatte für die nächste WM liegt. Messi gewann mit Argentinien nicht nur die Fußball-WM 2022, sondern auch Copa América 2024 und die MLS Cup mit Inter Miami im vergangenen Jahr. Er ist zugleich Argentiniens Rekordtorschütze mit 116 Treffern und wird bei der WM seinen 200. Einsatz für Argentinien machen.
Doch genau hier liegt die Schwierigkeit für Argentinien. Messi ist zwar weiter produktiv und kommt in der laufenden MLS-Saison auf 13 Tore in 16 Einsätzen, aber er hat Europa 2023 nach zwei enttäuschenden Jahren bei Paris Saint-Germain verlassen. Sein letztes Spiel in der Champions League liegt mehr als drei Jahre zurück, sein letztes Tor in einem K.o.-Spiel der europäischen Königsklasse sogar fünf Jahre. Die Form ist also noch da, nur nicht mehr aus demselben Umfeld wie 2022.
Für Argentiniens Teamchef ist das kein Grund, nach einem Ersatz zu suchen. Er sagte: „Es kann keine Erben für Messi geben.“ Damit ist die Lage vor der WM in den USA klar umrissen: Argentinien reist mit einem fast 39-Jährigen an, der weiterhin trägt, aber nicht mehr wie in seinen besten Europajahren funktionieren muss, um wichtig zu sein.
Auch ein historischer Vergleich gehört dazu. Messi liegt mit 16 WM-Toren drei Treffer hinter Miroslav Klose. Sollte er bei seiner sechsten WM noch einmal treffen, würde der Rekord näher rücken. Genau darin steckt die Spannung dieses Turniers: nicht nur in der Frage, ob Argentinien den Titel verteidigt, sondern ob Messi seine letzte große Weltbühne noch einmal mit einem Rekord oder einem weiteren Lauf bis ganz nach oben verbinden kann.

