Colo Colo geht an diesem Samstag gegen Cobresal mit einer offenen Frage in die Partie: Wer ersetzt Joaquín Sosa, der wegen einer Sperre fehlt? Fernando Ortiz hat in der letzten Einheit am Freitag bereits Bruno Torres als naheliegende Lösung ins Blickfeld gerückt, und der 18-Jährige ist nun der Name, auf den in Macul alle schauen.
Genau deshalb wird Colo Colo Vs Cobresal heute so genau verfolgt. Das Spiel im Estadio Monumental beginnt um 17:30 Uhr, wird von Diego Flores geleitet und fällt in die heiße Phase der ersten Runde der Liga de Primera, in der Colo Colo seine Führung behaupten will. Parallel läuft das WM-Spiel zwischen Brasilien und Marokko, doch für die Fans im Monumental steht vor allem die Frage im Raum, wie Ortiz seine Abwehr ordnet.
Die Ausfälle sind kein kleines Detail. Sosa und Javier Méndez kassierten den Platzverweis gegen Universidad Católica und müssen nun die erste Partie ihrer Zwei-Spiele-Sperre absitzen. Besonders schwer wiegt der Ausfall von Sosa, der zuletzt als unverzichtbar in der Defensive galt. Dass Ortiz ausgerechnet auf Torres setzt, zeigt, wie stark der Umbau in der Abwehr ausfällt, wenn zwei Stammkräfte nicht zur Verfügung stehen.
Torres bringt trotzdem mehr mit als nur sein Alter. Der Linksfüßer ist 18 Jahre alt, stand 2025 schon bei der U17-Weltmeisterschaft auf dem Platz und führt in diesem Jahr die chilenische U20. In den jüngsten Testspielen gegen Brasilien trug er sogar die Kapitänsbinde. Für einen Spieler, der erst am Anfang seiner Profikarriere steht, ist das ein ungewöhnlich großes Vertrauen in einem Spiel, in dem Colo Colo wenig Raum für Fehltritte hat.
Ortiz hatte am Freitag auch andere Baustellen zu prüfen. Gabriel Maureira wurde im letzten Training im Tor getestet und gehört nach seinen Einsätzen bei den U20-Freundschaftsspielen ebenfalls zum Kader. Außerdem sind Diego Ulloa und Víctor Felipe Méndez wieder dabei im Vergleich zur letzten Partie gegen Huachipato in der Copa de la Liga. In der wahrscheinlichsten Formation tauchten Jonathan Villagra, Arturo Vidal und Erick Wiemberg in der Abwehr auf, während auf den Außenbahnen Jeyson Rojas und Ulloa eingeplant waren.
Am Ende hängt viel an der Entscheidung des Trainers, die erst kurz vor dem Anpfiff endgültig wird. Sicher ist nur, dass Colo Colo ohne seine gesperrten Verteidiger antreten muss und dass Torres die erste Option ist, wenn Ortiz den erwarteten Wechsel in der Innenverteidigung vollzieht. Für einen 18-Jährigen könnte sich an diesem Samstag um 17:30 Uhr die Tür zu einer größeren Rolle im Monumental öffnen.

