Lesen: Mistaken Identity: Tim Ream verliert und behält keine Karte nach VAR-Eingriff

Mistaken Identity: Tim Ream verliert und behält keine Karte nach VAR-Eingriff

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bekam die Gelbe Karte, verlor sie dann aber wieder. Nach einer VAR-Prüfung nahm Schiedsrichter seine erste Entscheidung zurück, nachdem er im WM-Spiel der USA gegen Paraguay eine vermeintliche Grätsche gegen Miguel Almiron geahndet hatte. Stattdessen wurde die Verwarnung dem Paraguayer wegen einer Schwalbe gezeigt.

Genau deshalb wird nach diesem Fall jetzt so oft nach mistaken identity gesucht: Bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko greifen die Schiedsrichter-Assistenten per Video nicht mehr nur bei klaren Fehlentscheidungen ein, sondern auch dann, wenn die Karte offenbar dem falschen Spieler gezeigt wurde. Für Ream wurde daraus an diesem Abend ein Vorteil, für Paraguay ein weiterer Rückschlag in einem Spiel, das für die Gastgeber früh in die richtige Richtung lief.

Der Eingriff kam, nachdem der Ball aus dem Strafraum der Vereinigten Staaten geköpft worden war und VAR Makkelie aufforderte, die Szene noch einmal anzusehen. Auf dem Bildschirm änderte der Niederländer seine Bewertung und strich die Karte gegen Ream vollständig. Das ist mehr als eine kleine Korrektur im Protokoll. Es zeigt, wie weit die neuen Befugnisse der Video-Schiedsrichter inzwischen reichen, wenn es um Karten und um die Frage geht, wer an einer Szene tatsächlich schuld war.

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Die Regel dafür wurde vor dem Turnier angepasst. Die hatte bisher Fälle von Verwechslungen nur dann zur Prüfung freigegeben, wenn der Referee den falschen Spieler der verursachenden Mannschaft verwarnt oder vom Platz gestellt hatte. Nun reicht es auch, wenn ein Schiedsrichter bei Gelb oder Rot klar den falschen Spieler einer der beiden Teams bestraft. Genau dieser Unterschied machte den Fall Ream überhaupt erst möglich.

Der Bruch in der Szene lag in einem Detail, das auf dem Platz schnell falsch wirkt: Makkelie sah zunächst ein Foul an Almiron, dann die Gelbe Karte gegen Ream. Die Wiederholung zeigte jedoch keinen Kontakt. Deshalb blieb es nicht bei einer einfachen Korrektur, sondern die Verwarnung wanderte auf den anderen Spieler, Almiron, wegen Simulation. Ream war aus dem Vergehen herausgeholt, aber der Vorfall war damit nicht erledigt.

Für die USA kam die Entscheidung in einem Spiel, das sie ohnehin kontrollierten. Sie lagen zur Pause mit 3:0 gegen Paraguay vorn, unter anderem dank zwei Treffern von und einem Eigentor. Dass ausgerechnet in einer solchen Partie die erste mistaken identity-Prüfung der WM stattfand, macht den Moment besonders bemerkenswert: Die neue Regel ist nicht theoretisch geblieben, sondern hat sofort einen Spieler direkt vor weiterer Bestrafung bewahrt.

Wie oft diese Art von Eingriff im restlichen Turnier noch folgen wird, ist offen. Klar ist nur, dass die WM ihren ersten Präzedenzfall bekommen hat. Reams zurückgenommene Gelbe Karte ist damit mehr als eine Randnotiz aus einem Gruppenspiel. Sie ist der Beleg, dass die neuen Video-Befugnisse nicht nur Tore und Elfmeter betreffen, sondern auch die Frage, wer am Ende mit einer Karte vom Platz geht.

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