Donald Trump sagte, ein U.S.-Militäreinsatz habe den Mann getötet, den er als „Niño Guerrero“ und als obersten Anführer von Tren de Aragua bezeichnete. Nach seinen Worten handelte es sich um einen „ataque cinético rápido y letal“, mit dem die Vereinigten Staaten den Chef der Gruppe „erfolgreich eliminiert“ hätten.
Die Erklärung kam zu einem Zeitpunkt, an dem Trump den Kampf gegen kriminelle Netzwerke als Kern seiner Sicherheitsagenda darstellt. Er sagte, er habe Tren de Aragua zu Beginn seiner Amtszeit als ausländische Terrororganisation eingestuft, Tausende Kriminelle abgeschoben und den Kartellen den Krieg erklärt. Zugleich warf er Joe Biden vor, die Südgrenze für Millionen illegale Kriminelle geöffnet und ein „ausländisches Heer“ in die Vereinigten Staaten gelassen zu haben.
Trump ordnete die Aktion in eine direktere Botschaft an die eigene Öffentlichkeit ein. Er sagte, er habe versprochen, diese „Monster“ aus dem Land zu werfen und Gerechtigkeit für die Familien ihrer Opfer zu schaffen, darunter Jocelyn Nungaray, die er als 12 Jahre alt nannte, und Laken Reilly, 22. Mit der Mitteilung stellte er den Schlag nicht als isolierten Einsatz dar, sondern als Teil einer Kampagne gegen Gruppen, die er als transnational und besonders gefährlich beschreibt.
Nach Trumps Darstellung wurde der Einsatz eng mit Behörden in Venezuela koordiniert. Er sagte, die Terroristen von Tren de Aragua hätten dort und anderswo keinen sicheren Hafen mehr. Genau dort liegt aber auch die offene Stelle in der Mitteilung: Trump berichtete den Tod von „Niño Guerrero“ als Ergebnis der Operation, doch eine unabhängige Bestätigung für diesen Tod wurde in seinen Angaben nicht geliefert.
Der Präsident sagte zugleich, U.S.-Kräfte würden weiter gegen Kriminelle und Drogenschmuggler vorgehen und sie „überall“ aufspüren. Was jetzt zählt, ist weniger die Rhetorik als die einfache Frage, ob „Niño Guerrero“ tatsächlich tot ist und welche Stelle das in den kommenden Stunden oder Tagen belastbar bestätigen kann.

