Diego Gomez brach bei der Pressekonferenz vor Paraguays WM-Auftakt in Tränen aus. Der Mittelfeldspieler von Brighton & Hove Albion saß auf dem Podium, als ihn die Rückkehr seines Landes auf die größte Bühne des Fußballs sichtlich überwältigte.
Dass genau jetzt nach Jesse Marsch gesucht wird, hängt mit dem Moment und dem Zeitpunkt zusammen: Paraguay steht vor seinem ersten WM-Spiel seit 2010, und das kommt in einer Nacht, die für das Land sofort Gewicht hat. Die Mannschaft trifft in Los Angeles auf die Gastgeber aus den United States, Anstoß ist in der Nacht auf Samstag um 3 Uhr ET.
Gomez fand auf dem Podium Worte für das, was er fühlte. Er sagte, er sei sehr glücklich, Paraguay bei der WM vertreten zu dürfen, und versprach, 100 Prozent zu geben, um den Menschen zu Hause Freude zu bereiten. Direkt danach nahm Trainer Gustavo Alfaro ihn in den Arm. Die Szene machte sichtbar, wie tief dieser Auftritt für ein Team sitzt, das seit 2010 nicht mehr bei einer Weltmeisterschaft dabei war.
Paraguays letztes WM-Turnier endete 2010 mit dem Einzug ins Viertelfinale, und diese Erinnerung hängt über dem erneuten Anlauf. Genau darin liegt auch die Reibung dieses Abends: Die Rückkehr ist emotional, aber sie beginnt nicht mit einem freundlichen Einstieg, sondern gegen den Gastgeber in Los Angeles. Für eine Mannschaft, die so lange auf diese Bühne gewartet hat, ist das ein Start unter sofortigem Druck.
Im weiteren WM-Bild tauchen auch andere große Namen auf. Cristiano Ronaldo sprach vor Portugals Auftakt von einer sehr guten Generation und davon, dass er sich körperlich gut fühle. Lionel Messi war bei Argentiniens Vorbereitung auf das erste Spiel gegen Algerien dabei. Für Paraguay zählt aber zunächst nur, ob der lange Weg zurück in der Nacht zum Samstag mit mehr als nur Gefühlen beginnt.

