Die 23. Fußball-Weltmeisterschaft beginnt am Donnerstag um 21.00 Uhr im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt mit Mexiko gegen Südafrika. Damit fällt der Startschuss für ein Turnier, das mit 48 Mannschaften, 104 Spielen, drei Ausrichtern und 39 Tagen größer ausfällt als jede frühere Endrunde.
Für Österreich beginnt damit auch die Suche nach den wm ergebnisse, die über mehr als nur die Gruppenphase entscheiden. Nach 28 Jahren ist die Auswahl wieder bei einer WM dabei, erstmals seit 1998 und zum achten Mal insgesamt. In der Gruppe trifft das Team von Ralf Rangnick auf Jordanien, Argentinien und Algerien; die nächsten fixen Termine sind der 17. Juni gegen Jordanien in Santa Clara, der 22. Juni gegen Titelverteidiger Argentinien in Dallas und der 28. Juni gegen Algerien in Kansas City.
Dass Österreich überhaupt mitreden kann, ist vor allem Marko Arnautovic zu verdanken, der seine Rekordkarriere im ÖFB-Team bei dieser Endrunde beendet. Der Stürmer, der einst sagte: „Ich traue uns den Titel zu“, steht für jene Generation, die dem Verband nach Jahren ohne WM-Rückkehr wieder einen Platz auf der größten Bühne verschafft hat. Rangnick formulierte das Ziel nüchterner: Die Mannschaft wolle zeigen, was in ihr steckt, und so weit wie möglich kommen.
Ganz glatt wirkt der Auftakt für Österreich trotzdem nicht. Das Mindestziel ist zwar die Qualifikation für die K.-o.-Phase, doch der Ausfall von Christoph Baumgartner als Offensivschlüsselspieler vor dem Turnier war ein harter Rückschlag. Nach dem 1:2 im Achtelfinale gegen die Türkei bei der EM 2024 hatte Österreich vor zwei Jahren in Deutschland schon gezeigt, dass es in großen Spielen bestehen kann; jetzt soll diese Form auch auf WM-Niveau reichen.
Neu ist vor allem der Weg nach vorn. Durch die Aufstockung von 32 auf 48 Teams ziehen nicht nur die jeweils zwei Besten jeder Gruppe weiter, sondern auch die acht besten von zwölf Gruppendritten ins neu geschaffene Sechzehntelfinale. Schon ein Sieg kann für den Aufstieg reichen. Genau deshalb ist der erste Turniertag mehr als ein symbolischer Anpfiff: Er markiert den Beginn eines Wettbewerbs, in dem Österreichs wm ergebnisse sehr schnell darüber entscheiden können, ob aus der Rückkehr nach 28 Jahren ein kurzer Besuch oder ein langer Sommer wird.

