Die Europäische Kommission hat mitgeteilt, dass für den nächsten Hohen Repräsentanten für Bosnia y herzegovina noch keine endgültige Ernennung erfolgt ist. Anitta Hipper sagte bei der täglichen Pressekonferenz, die Gespräche zwischen den Staaten seien konstruktiv gewesen.
Dass die Frage jetzt wieder im Fokus steht, liegt an den laufenden Verhandlungen und den weiteren Gesprächen, die in den kommenden Tagen anstehen. Beobachter verfolgen vor allem, ob aus der offenen Runde zwischen dem Italiener Antonio Zanardi Landi und dem Franzosen René Troccaz bald eine Entscheidung wird.
Hipper stellte klar, dass die neuen Mitglieder des Peace Implementation Council den künftigen Amtsinhaber, wie üblich, aus einem neuen Mitgliedstaat sehen wollen. Zugleich seien sie „voll und ganz entschlossen“, so rasch wie möglich einen Nachfolger zu benennen. Genau dort sitzt der Druck: Die Beteiligten wollen vorankommen, doch der Sitz bleibt vorerst unbesetzt.
Der Posten des Hohen Repräsentanten ist ein Schlüsselamt in Bosnia y herzegovina und Teil der internationalen Aufsicht über das Land. Solange keine endgültige Ernennung vorliegt, bleibt offen, wer diese Rolle übernimmt und wann der Wechsel tatsächlich vollzogen wird.
Die nächsten Tage dürften deshalb entscheidend sein. Hipper verwies auf weitere Gespräche, aber ohne Namen, ohne Beschluss und ohne Termin für eine endgültige Entscheidung bleibt das Rennen zwischen Landi und Troccaz vorerst genau das, was es heute ist: offen.
