Aus einem Streit um einen Garderobenraum ist bei Fiebre de Baile am Dienstag ein harter Schlagabtausch zwischen Faloon Larraguibel und Fran Maira geworden. Was zunächst wie ein einfacher Hinweis auf eine Tür wirkte, endete vor laufenden Kameras mit Vorwürfen darüber, wer dort etwas zu sagen hat.
Der Konflikt bekam gerade deshalb Gewicht, weil Maira erst am Montag in den Wettbewerb eingestiegen war. Am Tag darauf sagte Larraguibel, sie sei zu ihrem Camarín gekommen und habe festgestellt, dass ihr Name von der Tür verschwunden sei. Der Raum sei leer gewesen, berichtete sie, und später habe sie darin rosafarbene Kleidung gefunden. Für die Zuschauer war das kein Nebenschauplatz, sondern der Moment, in dem die neue Teilnehmerin und die bereits etablierte Runde sichtbar aufeinanderprallten.
Larraguibel sagte, der Raum sei von den Leuten der Produktion mit ihrem Namen markiert worden, weil er ihr schon zugeteilt gewesen sei. Sie glaube nicht, dass Menschen, die seit vielen Monaten im Wettbewerb seien, ihren Namen einfach entfernt hätten. In ihrer Darstellung ging es deshalb nicht nur um eine Tür, sondern um Respekt vor einer Ordnung, die bereits bestanden habe. Wer neu komme, sagte sie sinngemäß, müsse sich erst einmal an das anpassen, was schon da sei.
Genau dort setzte Maira den Gegenschlag. Sie sagte, sie habe den Raum genutzt und die Produktion habe ihr klargemacht, dass die Garderoben geteilt seien. Das Blatt mit Larraguibels Namen sei für sie nur ein gewöhnlicher Zettel gewesen, mit Bleistift geschrieben, und sie habe es entfernt, weil es nicht ihr Raum gewesen sei. Maira sagte zudem, sie habe acht Monate als Jurorin von ¿Cuánto vale el show? gearbeitet und dort einen eigenen Camarín gehabt, doch hier gelte eine andere Regel. Wenn es Faloon störe, müssten sie den Raum eben teilen.
Die Auseinandersetzung schärfte sich weiter, als Maira Larraguibel vorwarf, egoistisch zu sein, und ihr riet, großzügiger zu teilen. Larraguibel konterte, die fehlende Bescheidenheit liege auf der anderen Seite, weil Maira an einen neuen Ort komme und allen anderen den Ton vorgeben wolle. Maira wiederum betonte, sie sei für Fiebre de Baile schon viel früher bestätigt worden, habe aus persönlichen Gründen aber nicht früher einsteigen können. Was genau sie damals aus der Konkurrenz genommen hatte, blieb offen, denn Larraguibel wollte auf den Unfall, der sie monatelang außen vor gelassen hatte, nicht näher eingehen.
Damit blieb nach dem Streit weniger die Frage nach einem entfernten Namensschild als die nach den Regeln hinter der Show. Fiebre de Baile hat an diesem Dienstag gezeigt, wie schnell aus einer geteilten Garderobe eine persönliche Grenze wird. Ob der Konflikt intern geklärt wird oder auf dem Bildschirm weitergeht, wurde nicht gesagt.

