Die ANFP-Disziplinarkammer hat Deportes Linares offiziell drei Punkte abgezogen. Der Club de fútbol aus dem Süden Chiles wurde wegen verspäteter Lohnzahlungen bestraft, und die Entscheidung verschob seine Lage in der Segunda División sofort.
Gerade heute suchen viele nach dem Fall, weil der Eingriff nicht nur auf dem Papier blieb. Mit dem Abzug fiel Linares in der Zona Sur von Platz drei auf Platz sechs zurück und landete als Vorletzter in der Abstiegsliguilla. Für einen Verein, der in der Tabelle ohnehin eng eingeordnet war, ist das eine Veränderung mit direkten Folgen für den weiteren Wettbewerb.
Der Klub hatte nach eigenen Angaben seit Monaten einen chaotischen Eigentümerwechsel durchlaufen, als die Gehaltszahlungen verzögert wurden. Damit hängt die Strafe an finanziellen Problemen, die sich längst vor dem Urteil aufgestaut hatten. In einer Liga, in der auch Deportes Rengo und Santiago Morning zuletzt wegen administrativer oder disziplinarischer Fragen auftauchten, trifft der Fall Linares besonders hart, weil er die sportliche Ausgangslage sofort verändert.
Deportes Linares kündigte dennoch an, die Sanktion vor der Segunda Sala anzufechten, obwohl die Entscheidung bereits offiziell ist. Genau darin liegt der Reibungspunkt: Der Verein will den Abzug nicht akzeptieren, doch vorerst zählt er in der Tabelle. Wie lange das Berufungsverfahren dauern wird, ist offen, und ebenso offen bleibt, ob die drei Punkte am Ende wieder zurückgenommen werden.
Der frühere Klubchef Jaime Valdés taucht in diesem Zusammenhang nur noch als Teil der jüngeren Vergangenheit auf. Entscheidender ist jetzt, dass Linares mit dem offiziellen Strafbescheid nicht mehr auf einen späteren Schaden reagieren muss, sondern sofort mit einem sportlichen Rückschlag lebt, der die Saisonplanung in der Segunda División neu sortiert.

