Sphephelo Sithole wurde im Auftaktspiel Südafrikas bei der 2026 FIFA World Cup gegen Mexiko nach einer Notbremse gegen Brian Gutiérrez vom Platz gestellt. Der 27-Jährige sah von Schiedsrichter Wilton Sampaio die Rote Karte, und Südafrika stand damit in einer Partie, die schon früh gegen sie lief, plötzlich mit noch weniger Raum und noch weniger Zeit da.
Der Platzverweis kam nach dem Seitenwechsel und verschärfte eine Aufgabe, die bereits schwer genug war. Südafrika lag da schon zurück, weil Julián Quiñones in den ersten zehn Minuten getroffen hatte, und später köpfte Raúl Jiménez ein weiteres Tor für Mexiko. Aus dem ersten Spiel der vierten WM-Teilnahme der Südafrikaner wurde damit ein Abend, an dem ein einzelner Fehltritt die Mannschaft noch tiefer in Schwierigkeiten brachte.
Sithole, 27 Jahre alt, brachte Brian Gutiérrez zu Fall, als dieser nach der Szene als klare Torchance galt. Für Hugo Broos war das die entscheidende Wende in einem Spiel, das Südafrika ohnehin nicht kontrollierte. Der belgische Trainer sah, wie sein Team erst früh in Rückstand geriet und dann auch noch einen Spieler verlor, der für den Rest der Partie fehlte.
Die Szene reicht über den eigenen Abend hinaus. Sithole wurde erst der dritte Spieler, der in einem Spiel sowohl einen Fehler mit einem Gegentor als auch einen Platzverweis kassierte, nach Cyrille Domoraud aus Côte d'Ivoire und Tomás Ujfaluši aus Tschechien. Domoraud traf 2006 gegen Serbien, Ujfaluši im selben Jahr gegen Ghana. Dass Sithole in eine derart kleine und unerwünschte Gruppe rutschte, zeigt, wie selten eine solche Kombination aus Fehlentscheidung und persönlicher Strafe ist.
Offen blieb nach dem Spiel, wie Südafrika die Partie nach der Unterzahl zu Ende brachte und ob es neben dem sportlichen Schaden weitere Folgen für Sithole geben würde. Sicher ist nur: Das WM-Eröffnungsspiel gegen Mexiko wurde nicht nur durch den frühen Gegentreffer geprägt, sondern durch einen Platzverweis, der Südafrikas Weg an diesem Abend noch steiler machte.

