Lesen: Wm Gruppen: Österreichs Platz drei könnte der leichtere Weg ins Achtelfinale sein

Wm Gruppen: Österreichs Platz drei könnte der leichtere Weg ins Achtelfinale sein

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Vor dem ersten Tor in ist für Österreich bereits klar: Der Platz drei könnte im neuen WM-System der bequemere Weg in die K.-o.-Phase sein. Laut einer neuen Berechnung wäre der Dritte aus der Gruppe von in vielen Szenarien besser bedient als der Zweite, obwohl nur acht von zwölf Gruppendritten weiterkommen.

Genau deshalb wird das Thema Wm Gruppen jetzt für Österreich so heiß diskutiert. Wer in der Vorrunde nicht Erster wird, braucht keinen perfekten Lauf, um dennoch eine günstigere Auslosung zu bekommen. Für Österreich wäre laut der Rechnung der wahrscheinlichste Weg als Gruppendritter ein Sechzehntelfinale gegen den Sieger der .

Das ergibt eine bemerkenswerte Schieflage im Turnierbaum. Der Sieger und der Zweite aus Österreichs Gruppe J treffen im Sechzehntelfinale auf den Zweiten beziehungsweise den Ersten der , wo Spanien und Uruguay laut der Analyse am ehesten landen dürften. Der Gruppensieger aus dem Österreich-Pool bekäme im Achtelfinale dann den Sieger aus D2 gegen G2 zugelost, während für ein Team, das als Zweiter weiterkommt, im Achtelfinale der Sieger aus K2 gegen L2 warten würde.

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Für den Dritten sieht es statistisch dennoch am freundlichsten aus. In knapp 58 Prozent der 330 Fälle, in denen Österreichs Dritter überhaupt weiterkäme, ginge es gegen den Sieger der Gruppe B. Zu dieser Gruppe zählen laut Berechnung die Schweiz, Kanada, Katar oder Bosnien-Herzegowina. Weitere 19 Prozent führen zu mit den USA, Paraguay, Australien und der Türkei, 15 Prozent zu Gruppe G mit Belgien, Ägypten, Iran und Neuseeland. Sechs Prozent entfallen auf den Sieger der Gruppe L, also wohl England oder Kroatien, und nur zwei Prozent auf Gruppe K, also vermutlich Portugal oder Kolumbien.

Genau darin liegt der Widerspruch, der die Rechnung spannend macht: Platz drei wirkt auf dem Papier wie der freundlichere Ausgang, obwohl er zunächst gar nichts garantiert. Wer zu den acht besten Dritten gehören will, braucht laut verschiedenen Datenanbietern mindestens drei Punkte und ein ordentliches Torverhältnis. beziffert die Weiterkommenschance mit drei Zählern und einer Tordifferenz von minus 2 auf 69,4 Prozent, bei minus 3 sinkt sie auf 47,3 Prozent.

Das neue Format macht den Vergleich mit den früheren 32er-WM-Zeiten komplizierter und zugleich bedeutender. Weil acht der zwölf Gruppendritten weiterkommen, hängt vieles davon ab, aus welchen Gruppen diese Dritten am Ende stammen; Annex C der Fifa-Regeln weist dafür laut Rechnung 495 verschiedene Permutationen aus. Für Österreich bleibt damit vor dem ersten Spiel gegen Jordanien und den späteren Partien gegen Argentinien und Algerien offen, ob Platz drei am Ende wirklich der sanftere Weg ist — sicher ist nur, dass das Turnier schon vor dem Anpfiff in Gruppe J im Kleingedruckten entschieden wird.

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